Montags-Podcast Episode 13: Kaffeehauskultur, Stadtlauf und frische Bohnen

Pip: Coffeenewstom — wo selbst ein Lauf durch München mit einer Tasse endet und ein Urlaub auf Rhodos als Kaffeetagebuch heimkommt.

Mara: Heute geht es um neue Röstungen und Café-Eröffnungen, um Wiener Kaffeehauskultur und was die Österreicher wirklich trinken, um Kaffee als Sportereignis und um Reisebilder von Rhodos. Fangen wir an mit dem Neuen aus Rösterei und Café.

Neue Röstungen und Café-Eröffnungen

Pip: Zwei Neuigkeiten, die zeigen, wie unterschiedlich Kaffee ankommen kann — einmal als kuratiertes Produkt, einmal als Straßencafé mit Geschichte.

Mara: Der Co-Roast #5 „The Crew Coffee“ entstand in Zusammenarbeit mit der Hamburger Rösterei 55 Degrees und überzeugt laut Beschreibung „mit 100 % Arabica-Bohnen aus Brasilien und seiner schokoladig-nussigen Note sowie einer wunderbaren Crema.“

Pip: Schokoladig-nussig, wunderbare Crema — und dazu ein Unisex-Sweatshirt. Wer seinen Kaffee auch tragen möchte, ist hier richtig.

Mara: Der Kaffee ist Teil der Roasted.-Plattform, erhältlich ab 9,90 Euro für 250 Gramm. Auf der anderen Seite des Spektrums steht die Caffe Bar Suavis in München-Sendling — eine Neueröffnung am Herzog-Ernst-Platz, die aus einer berüchtigten Absturzkneipe ein besuchbares Straßencafé gemacht hat.

Pip: Wien hat seine Kaffeehäuser. München hat jetzt den Platz.

Mara: Genau diese Frage — was ein Kaffeehaus eigentlich ausmacht — stellt sich in Wien gerade auf besondere Weise.

Wiener Kaffeehauskultur: Tradition, Zahlen und Bücher

Pip: Wien und sein Kaffeehaus — das klingt nach Postkarte, aber der Kaffeereport 2026 bringt echte Überraschungen mit.

Mara: Der Report von Marketagent in Kooperation mit Kanzi Kaffee befragte tausend Personen repräsentativ für die österreichische Bevölkerung. Das Ergebnis: „Kaffee ist nicht nur ein Getränk, sondern für viele ein Stück Lebensgefühl.“

Pip: Das klingt nach Marketing — bis man die Zahlen sieht.

Mara: Rund sieben von zehn Österreicherinnen und Österreichern trinken täglich Kaffee, knapp jeder Zweite sogar mehrmals. Und das Überraschendste: Cappuccino schlägt die Wiener Melange als beliebtestes Kaffeegetränk, gefolgt von Espresso mit 36 Prozent.

Pip: Die Melange, verdrängt vom Cappuccino. Irgendwo weint ein Kaffeehausphilosoph in seinen kleinen Braunen.

Mara: Der Bericht erklärt das pragmatisch — Espresso ist schneller zubereitet, kein Kaffeesatz, und bildet heute die Basis für viele Spezialitäten. Dazu passt eine Aktion, die Kaffeehaus und Literatur zusammenbringt: Die „Buchwochen im Kaffeehaus“ in Wien verschenken rund 20.000 Bücher in teilnehmenden Kaffeehäusern und verbinden das mit Lesungen — von Café Frauenhuber bis zum Kardinal.

Pip: Kaffee und Buch — das Wiener Kaffeehaus als sein eigenes Argument.

Mara: Bewegung und Kaffee funktionieren offenbar ähnlich gut zusammen, wie das nächste Thema zeigt.

Kaffee und Bewegung: Der Dallmayr Coffee Run

Pip: Kaffee vor dem Lauf, nach dem Lauf, mittendrin — Dallmayr macht das beim Münchner Marathon zur offiziellen Partnerschaft.

Mara: Der Dallmayr Coffee Run am 10. Oktober ist ein 4,2 Kilometer langer Lauf, der sich laut Beschreibung „an alle richtet, die gemeinsam aktiv sein möchten – unabhängig von Alter, Lauferfahrung oder persönlichem Leistungsniveau.“ Im Anschluss gibt es eine kostenlose Tasse Kaffee am hellblauen Dallmayr Truck im Olympiapark.

Pip: Vier Komma zwei Kilometer — genau ein Zehntel Marathon. Der Kaffee danach verdient sich trotzdem.

Mara: Dallmayr ist auch am Marathontag selbst präsent, im VIP-Bereich und im Coffee Club in der Dienerstraße, der ausnahmsweise sonntags öffnet und zur Cheering Zone wird. Die Verbindung von Laufen und Kaffee hat dort schon länger Tradition — jeden Freitagmorgen lädt Dallmayr gemeinsam mit der Community „Results May Vary“ zum Running Club durch den Englischen Garten.

Pip: Von München nach Rhodos — auch dort beginnt und endet ein Tag mit Kaffee.

Rhodisches Kaffeetagebuch: Abend auf Rhodos

Pip: Das Rhodische Kaffeetagebuch ist Reisebericht und Stimmungsbild zugleich — ein erster Tag auf der Insel, der sich von der Altstadt bis zur Taverne erstreckt.

Mara: Im Beitrag über den Ausklang im To Posperi verdichtet sich dieser Tag in einem Bild: „eine Straßenlaterne taucht den Weg in ein mattes, trübes Weiß, wie verschüttete Milch.“

Pip: Verschüttete Milch als Lichtstimmung — das ist der Satz eines Menschen, der wirklich zu viel an Kaffee denkt. Und trotzdem funktioniert er.

Mara: Der Abend führt in die Taverne To Posperi — Lamm-Stifado, Oinomelo, ein gemauerter Wintergarten, der um ein älteres Haus herumgebaut wurde. Der Tag davor, im Beitrag über den muslimischen Friedhof, war genauso dicht: Dort beschreibt Lawrence Durrell den Garten der Murat-Reis-Moschee als Ort, an dem „so dicht ist die Stille, daß es ist, als lägen Haus und Garten unter einer Glasglocke.“

Mara: Beide Texte zusammen zeigen, wie Rhodos als Ort funktioniert — Geschichte, Licht, Stille und am Ende immer noch ein Kaffee.


Pip: Röstereien, Umfragen, Laufveranstaltungen, Reiseabende — Kaffee taucht überall auf, wo Menschen zusammenkommen.

Mara: Genau das zieht sich durch: Kaffee als Anlass, nicht nur als Getränk. Nächste Woche schauen wir, wohin das noch führt.

3 Gedanken zu “Montags-Podcast Episode 13: Kaffeehauskultur, Stadtlauf und frische Bohnen”

Kommentar verfassen

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..