Wiener Melange, kleiner Brauner, Verlängerter, Kapuziner, Einspänner, Fiaker: die österreichische Kaffeehauskultur ist voll von typischen Kaffeespezialitäten. Schon beim Lesen der einzelnen Bezeichnungen kommen Erinnerungen an gemütliche Cafés, an leckeren Kaffee und an den landestypischen Schmäh in einem hoch. Doch wie halten es die Österreicher selbst mit ihrer Kaffeetradition? Der Kaffeereport 2026 von Marktagent in Kooperation mit Kanzi Kaffee bringt es an den Tag.

Ob am Morgen zum Wachwerden, zwischendurch als kleine Pause oder gemeinsam mit Freundinnen und Freunden oder Kolleginnen und Kollegen: Kaffee ist aus dem Alltag der österreichischen Bevölkerung kaum wegzudenken. Der aktuelle Kaffeereport von Marketagent in Kooperation mit Kanzi Kaffee zeigt, wie tief Kaffee in den täglichen Routinen und Vorlieben der Menschen verankert ist. Befragt wurden 1.000 Personen zwischen 14 und 75 Jahren, repräsentativ für die österreichische Bevölkerung. Die Ergebnisse der repräsentativen Umfrage machen deutlich: Kaffee ist nicht nur ein Getränk, sondern für viele ein Stück Lebensgefühl. Rund 7 von 10 Österreicherinnen und Österreicher trinken täglich Kaffee, knapp jeder Zweite sogar mehrmals pro Tag. Nur jeder Neunte (11%) verzichtet vollständig auf Espresso, Cappuccino und Co.. Unter jenen, die zumindest fallweise Kaffee trinken, bezeichnen sich 79 Prozent selbst als Kaffeeliebhaberinnen, beziehungsweise Kaffeeliebhaber.

Bei der Art des Kaffeegenusses zeigen sich klare Vorlieben: 63 Prozent trinken ihren Kaffee üblicherweise mit Milch oder einer pflanzlichen Alternative. Kuhmilch liegt mit 55 Prozent klar vorne, während 8% auf pflanzliche Alternativen wie Hafer, Soja oder Mandel setzen. Besonders bei jüngeren Zielgruppen gewinnen diese Alternativen an Bedeutung: In der Generation Z liegt der Anteil mit 16% deutlich über dem Durchschnitt. Ein Drittel der Kaffeetrinker bevorzugt Kaffee schwarz: 34 Prozent trinken ihn ohne Milch. Hier zeigen sich deutliche Geschlechterunterschiede: Männer trinken ihren Kaffee mit 40 Prozent deutlich häufiger schwarz als Frauen mit 28 Prozent. Auch beim Süßen gehen die Gewohnheiten auseinander. 35 Prozent süßen ihren Kaffee üblicherweise mit Zucker, Süßstoff und Co. Die Mehrheit von 65 Prozent verzichtet hingegen auf zusätzliche Süße.

Doch was ist nun der Lieblingskaffee der Österreicher? Und hier kommt die Überraschung: Cappuccino schlägt Melange als beliebtestes Kaffeegetränk! Der mit Abstand beliebteste Kaffee der Österreicherinnen und Österreicher ist also der Cappuccino: Jeder zweite Kaffeetrinker trinkt ihn zumindest gelegentlich. Dahinter folgen Espresso mit 36 Prozent und Verlängerter beziehungsweise schwarzer Kaffee mit 35 Prozent. Auch Eiskaffee ist mit 31 Prozent ein relevantes Kaffeegetränk und zeigt, dass Kaffee längst nicht nur als klassisches Heißgetränk funktioniert. Wie kommt es? Bildete früher der Mokka die Grundlage für viele österreichische Kaffeespezialitäten, so ist es heute der Espresso. Der ist – bei entsprechender Maschine – schneller und einfacher zubereitet. Außerdem entfällt der lästige Satz. So kommt es, dass der „kleine Schwarze“ heute überwiegend ein Espresso ist und kein Mokka mehr.
Quelle: Marketagent.com online reSEARCH GmbH; Bildrechte: Grafiken von Marketagent.com online reSEARCH GmbH, Titel-Bild von OpenClipart-Vectors auf Pixabay, Bild von alice hong auf Pixabay.
Nach meiner Erfahrung aus einem Dutzend Jahren in Österreich denke ich, dass die hohen Zahlen bei Cappuccino und Eiskaffee daher rühren, dass man dort viel häufiger im Kaffeehaus oder noch lieber draussen davor sitzt, mit jemandem manchmal, aber noch häufiger fast, indem man in einer Mischung aus entspannter Musse beim Beobachten und vager Zuversicht auf (irgend-)jemanden wartet, mit dem man einigermassen bekannt genug ist, so dass derjenige auf ein paar Worte verweilen wird. Das ist ein kontaktfreudiger Lebensstil den ich zumindest im östlichen Österreich so kennengelernt habe. Da ist es schon praktischer, wenn die Tasse nicht zu klein und zu schnell geleert ist. Nach nur wenigen Minuten vor dem zum Schwarzen gereichten (Leitungs-)Wasser zu sitzen, wäre zu trostlos.
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Gut beobachtet 😊👍
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Normaler Kaffee mit einem Schuss Dosenmilch und einem Löffel Birkenzucker – wie ich ihn liebe – wäre dann „Milchkaffee“?
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Würde ich so nennen.
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Schwarz. Wie die Nacht, die Seele, nur das süß wie die Liebe lasse ich weg. Beim Kaffee.
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Auch gut.
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Mein Lieblingskaffee in Wien ist ein Überstürzter Neumann. 😉
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Den man nur ganz selten bekommt.
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Obwohl wir in der Schweiz keine so reichhaltige Auswahl an Kaffeegetränken und schon gar keine so fantasievolle Bezeichnungen haben wie Ihr in Österreich, ist der Café crème aus keinem Tea Room oder Restaurant wegzudenken. Morgens mit einem frischen Gipfeli, nachmittags vor allem nach dem Mittagessen oder später zu einem Dessert. Der Cappucino ist ebenfalls sehr beliebt. Dies mein Eindruck, ohne statistisches Hintergrundmaterial. Weiterhin „Gut Kaffee“ und herzliche Grüsse, Elisa
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Und wie verbreitet ist der Schümli?
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Den Schümli kenne ich nicht. Wir nennen den schönen Schaum, den es dank der Kaffeemaschine gibt, das Schümli. 😃😘
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Ah, wieder was gelernt.
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Wobei der
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Sorry, zu früh gedrückt 😉 Die Wiener Melange entspricht eigentlich eh dem Cappuccino, insofern ist die Unterscheidung ein wenig müßig.
Bestell mal in einem Wiener Kaffeehaus eine Melange und hört dem Kellner zu, wie er die Bestellung weitergibt. In der Mehrzahl der Fälle wird er sagen: Einen Cappuccino…
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Ich komme leider nicht nach Wien… Danke für die Info. Elisa
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Sehr gerne!
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Da würde ich aufs schärfste protestieren. Melange, Cappuccino und Flat White sind eben nicht identisch!
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