Morgen, am 11. September, startet die Faire Woche, Deutschlands größte Aktionswoche für den Fairen Handel. Bis zum 25. September laden mehr als 1.600 Veranstaltungen dazu ein, den Fairen Handel kennenzulernen und selbst aktiv zu werden. Die Faire Woche findet in diesem Jahr bereits zum 25. Mal statt. Vom fairen Frühstück über Kleidertausch, Workshops und Ausstellungen bis hin zu Stadtrallyes, Radtouren und Escape Games: Zwei Wochen lang zeigen Weltläden, Schulen, Hochschulen, Kommunen und zahlreiche weitere Initiativen bundesweit, wie Vielfalt unser Leben bereichert und wie der Faire Handel sie stärkt. „Fair handeln – Vielfalt erleben!” Das diesjährige Motto der Fairen Woche zeigt, wie jeder von uns an Gerechtigkeit und Vielfalt mitwirken kann. „Das unterstütze ich als Schirmfrau voll und ganz“, erklärt die Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung Reem Alabali Radovan.

Grundsätzlich ist die Faire Woche für alle, die nicht nur über Veränderung reden, sondern sie mitgestalten wollen – überall in Deutschland zeigen Menschen aller Alterstufen mit ihren Aktionen, wie fairer Handel zu mehr sozialer Gerechtigkeit und einer nachhaltigeren Zukunft beitragen kann. Die Faire Woche 2026 legt einen besonderen Fokus auf junge Menschen. Sie würdigt ihr Engagement für globale Gerechtigkeit und rückt ihre Ideen für eine gerechtere und nachhaltigere Zukunft in den Mittelpunkt. Viele junge Engagierte tragen den Wandel bereits aktiv mit – sei es, indem sie Produkte und Impulse des Fairen Handels in ihre Fairtrade-School einbringen, Verantwortung im Weltladen übernehmen oder die Kaffeefarm ihrer Eltern mit nachhaltigen Anbaumethoden weiterführen. Der Faire Handel schafft Zukunftsperspektiven für junge Menschen und lädt dazu ein, sich für mehr globale Fairness einzusetzen.

Wie eng die Zukunft junger Menschen, Klimakrise und Fairer Handel zusammenhängen, zeigt sich besonders deutlich im Kaffeeanbau. Darüber werden die honduranischen Kaffeebäuerinnen und -Bauern, Lucio Calix Nicolas von der Kooperative Combrifol und Elsi Pereira von Aproscomsa auf ihren Deutschlandreisen zur Fairen Woche berichten. „Unser Kaffee ist nicht nur ein Produkt: Er ist das Ergebnis der Arbeit von Generationen von Familien, die sich um das Land kümmern. Der Klimawandel stellt uns auf die Probe, aber mit biologischen Anbaumethoden, genossenschaftlicher Organisation und der Unterstützung durch den Fairen Handel bauen wir ein widerstandsfähiges Modell auf“, fasst Lucio Nicolas seine Arbeit zusammen. Lucio baut auf seinem eigenen Kaffeefeld in Honduras Kaffee an.

Elsi Pereira ist Kaffeebäuerin aus Marcala in der Provinz La Paz. Ihr ist insbesondere die Förderung von Frauen in der Landwirtschaft wichtig: „Frauen spielen entlang der gesamten Wertschöpfungskette eine zentrale Rolle – von der Care-Arbeit in der Familie über die Arbeit auf der Farm bis hin zu Führungs- und Entscheidungsaufgaben in unseren Organisationen. Wir organisieren uns, nehmen an Schulungen teil und tragen wesentlich zur wirtschaftlichen Entwicklung unserer Familien und Gemeinden bei.“ Im laufenden UN-Jahr der Frauen in der Landwirtschaft ist das Thema Frauenrechte von besonderer Aktualität. Warum Fairer Handel nicht nur für Kaffeeerzeugerinnen eine große Chance ist und wie er zum Schutz biologischer Vielfalt beiträgt, erklärt die Schirmfrau der Fairen Woche, Bundesentwicklungsministerin Reem Alabali Radovan: „Der Faire Handel steht für langfristige Partnerschaften mit Kooperativen, in denen Produzentinnen unter geregelten Bedingungen arbeiten und stabile Mindestpreise für ihre Produkte erhalten. Gleichzeitig sichert der Faire Handel einen verantwortungsvollen Umgang mit natürlichen Ressourcen, damit Böden, Wasser und Wälder auch kommenden Generationen eine Lebensgrundlage bieten.“

Oder fassen wir es so zusammen, wie Gifty Rosetta Amo Antwi, Geschäftsführerin des Weltladen-Dachverbandes: „Kaffee aus Fairem Handel zu trinken ist der einfachste Weg, zu mehr globaler Gerechtigkeit beizutragen.“ Coffeenewstom unterstützt die faire Woche und bittet alle aufmerksamen Leserinnen und Leser in dieser Zeit auf fair gehandelte Produkte zu achten – insbesondere auf Kaffee! Wer wissen möchte auf welche Siegel man dabei vertrauen kann und wieso Direct Trade auch eine Lösung sein kann, der findet hier eine Anregung. Und ja, wir als Konsumenten machen den Unterschied. Also: bleibt fair, kauft fair! Könnt Ihr Euch vorstellen Euch zu beteiligen? Schreibt es bitte in die Kommentare!
Quellen: Forum Fairer Handel, Fairtrade, Faire Woche; Bildrechte: Faire Woche.
Fair sein heißt auch, das mitbezahlen, was faire Bezahlung im Kaffeegeschäft ausmacht. Es geht um Menschen und ihr überleben durch den Job. Leg die drei Münzen drauf und hab ein gutes Gewissen ..
LG Sven
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Genau so ist es. Mir schmeckt der Kaffee einfach besser, wenn ich weiß, dass der Farmer davon leben kann und seinen Kindern das Schulgeld zahlen kann.
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