Montags-Podcast Episode 4: Kaffee, Küche und kleine Genüsse

Pip: Willkommen bei Coffeemewstom — wo griechisches Frühstück, Kaffeelegenden und Tischreservierungen für einen Blog ohne Tische aufeinandertreffen.

Mara: Coffeenewstom hat diese Woche einiges abgedeckt: griechische Küche vom Frühstückssnack bis zum Pfannenkäse, Kaffeekultur zwischen Hamburger Unternehmensgeschichte und Espresso-Martini-Dosen, und ein ehrlicher Blick in den Posteingang. Fangen wir mit der Küche an.

Griechisches Frühstück und mehr

Mara: Es geht um griechische Alltagsküche — was man dort ganz selbstverständlich isst und was hierzulande schlicht nicht zu bekommen ist.

Pip: Der Ausgangspunkt ist ein Frühstück, das die Verhältnisse klar benennt: „Was nicht nur in Griechenland, sondern auch über den ganzen Balkan hinweg praktisch in jeder Bäckerei zu bekommen ist, wird hierzulande eher Mangelware.“

Mara: Gemeint sind Loukanikopita — Wiener Würstchen im Blätterteig. Als Ersatz muss ein Wienerle im Laugenmantel von Aldi herhalten, was die Lücke im deutschen Bäckereiangebot ziemlich deutlich macht.

Pip: Dazu griechischer Kaffee, ein Stück Lokum, ein Glas Wasser — und das war’s. Das griechische Frühstück ist strukturell minimalistisch, und das ist offenbar kein Mangel, sondern Programm.

Mara: Genau das steckt auch im Beitrag über Manouri mit Trauben, Kichererbsen und Zucchini: ein Frischkäse aus Schaf- und Ziegenmilch, mild und kaum salzig, der in der Pfanne goldgelb gebraten und mit karamellisierten Trauben und einem Essig-Honig-Sud serviert wird. Griechische Küche, die mit wenigen Zutaten viel erreicht.

Pip: Beide Gerichte folgen derselben Logik — gute Zutaten, wenig Aufwand, viel Ergebnis. Das Kichererbsen-Zucchini-Gemüse passt übrigens auch zu Souvlaki.

Mara: Weiter zu Kaffee — und zwar in ganz verschiedenen Aggregatzuständen.

Kaffee, Cocktails und Comedybühnen

Mara: Kaffee taucht diese Woche in drei sehr unterschiedlichen Kontexten auf — als Lebenswerk, als Bühnenmetapher und als Dosencocktail.

Pip: Den Ton setzt ein Satz, der einem neunzigjährigen Hamburger Unternehmer zugeschrieben wird: „Kaffee ist nur schädlich, wenn Ihnen ein ganzer Sack aus dem fünften Stock auf den Kopf fällt.“

Mara: Das ist Albert Darboven, Inhaber von J.J. Darboven, der am 15. April 2026 seinen 90. Geburtstag feiert. Er hat das Unternehmen in den 1960er Jahren übernommen, zuvor als Kaffeeeinkäufer in El Salvador, Nicaragua und Costa Rica gearbeitet, und Marken wie Idee Kaffee und Eilles aufgebaut. Das Unternehmen feiert in diesem Jahr gleichzeitig sein 160-jähriges Bestehen.

Pip: Neunzig Jahre, hundertundsechzig Jahre Firma — und ein Satz, der Kaffeekritiker mit Physik beantwortet. Respekt.

Mara: Dann ist da Torsten Sträter, der sein neues Soloprogramm „Mach mal das große Licht an“ selbst so beschreibt: „Es ist die Siebträgermaschine unter den Programmen — Druck, Dampf, Glanz, Aroma — alles drin.“ Das Programm ist seit Juli in der ARD-Mediathek verfügbar.

Pip: Kaffee als Qualitätsmaßstab für Unterhaltung — das ist eine Rahmung, die hier gut aufgehoben ist.

Mara: Und Dallmayr bringt einen Espresso Martini als Ready-to-Drink-Dose für die Gastronomie heraus, mit einem integrierten Nitro-Kapsel-System, das beim Öffnen eine cremige Schaumkrone erzeugt. Kaffeekultur, die sich in Richtung Bartresen bewegt.

Pip: Von der Kaffeebar direkt in den Posteingang — da wartet noch etwas.

Was im Posteingang landet

Mara: Der Beitrag „Forms“ ist eine ehrliche Bestandsaufnahme dessen, was über das Kontaktformular eingeht — und was das über Erwartungen an einen Kaffeeblog verrät.

Pip: Eine Leserin schreibt: „Liebes Team, Wir würden gerne für Sonntag, 15.02., 15 Uhr einen Tisch für 3 Personen reservieren.“ Ein Blog, keine Filiale, kein Team — aber die Anfrage kam trotzdem.

Mara: Weitere Nachrichten fragen nach Online-Bestellungen von Bohnenkaffee mit Lieferung nach Österreich, nach wöchentlichen Croissant-Bestellungen für dreißig Personen, und nach einem gewissen Pablo, der möglicherweise die Klosterschule besucht hat. Die Antwort auf all das ist jetzt öffentlich.

Pip: Manchmal ist der Posteingang das ehrlichste Spiegelbild des Internets.


Mara: Griechische Küche, Kaffeegeschichte, ein Dosencocktail und ein Posteingang voller Überraschungen — das war die Woche.

Pip: Beim nächsten Mal vielleicht selbstgemachte Loukanikopita. Das wurde jedenfalls angedeutet — wir halten die Ohren offen.

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