Pip: Coffeenewstom schreibt über Kaffee, Geschichte und das Ende des Sommers — und irgendwie hängt das alles zusammen, wenn man es richtig brüht.
Mara: Genau. Heute geht es um historische Kaffeehäuser auf Rhodos, um Bio- und Fairtrade-Siegel und darum, was passiert, wenn der Sommer von einem Tag auf den anderen aufgibt. Fangen wir an mit Rhodos und seinen Kaffeeorten.
Rhodisches Kaffeetagebuch: Geschichte in jeder Tasse
Mara: Die Frage, wo das älteste Kaffeehaus Europas steht, führt nicht nach Wien oder Venedig, sondern in die Altstadt von Rhodos — und das ist keine Kleinigkeit.
Pip: Der Beitrag über das Mevlana Turkish Coffee legt das historische Fundament direkt frei: „Es ist heute noch am originalen Platz im originalen Gebäude, welches im 16. Jahrhundert von türkischen Besatzern errichtet wurde.“
Mara: Was das in der Praxis bedeutet: Dieses Kafenion Bekir Karakusu ist damit nicht nur das älteste Café auf Rhodos, sondern das erste Kaffeehaus außerhalb des Orients überhaupt — rund fünfzig Jahre älter als das Caffè Florian in Venedig.
Pip: Und es hat überlebt, wurde von jungen Griechen behutsam renoviert, der Originalboden blieb, die Atmosphäre blieb — neu sind vor allem die Wände in frischem Gelb und die Shishas, die in einem türkischen Kaffeehaus ohnehin nie wirklich gefehlt haben.
Mara: Den historischen Rahmen dazu liefert der Beitrag über den Koloss von Rhodos: die Altstadt, durch die man vom Aphrodite-Tempel über die Ritterstraße bis zur Suleiman-Moschee in dreißig Minuten zweitausend Jahre abläuft.
Pip: Und wer nach all dem Schlendern eine Pause braucht, findet sie im Beitrag über die Taverna Ta Mezeklikia — ein Bier im Garten der Recep-Pascha-Moschee, eisgekühlt, frisch gezapft, für drei Euro. Rhodos kann also auch gnädig sein.
Mara: Wobei der Beitrag ausdrücklich warnt: Speisekarten ohne Preisangaben und der obligatorische und überteuerte Ein-Liter-Glasstiefel sind in der Touristenzone keine Seltenheit. Der Garten der Moschee ist genau das Gegenteil davon — ruhig, schattig, fair bepreist.
Pip: Von fairen Preisen auf Rhodos ist es kein weiter Weg zu fairen Preisen für Kaffeebauern weltweit.
Bio-Siegel und Fairer Handel: Was steckt dahinter?
Pip: Auf immer mehr Kaffeepackungen prangt ein Bio-Siegel — aber was sagt das eigentlich aus, und reicht es überhaupt?
Mara: Der Beitrag „Wie bio ist Bio?“ gibt eine klare Antwort: „Besser ein Siegel als kein Siegel.“ Und ja, auch Discounter-Bio ist echtes Bio nach EU-Recht.
Pip: Der entscheidende Unterschied liegt aber zwischen gesetzlichem Mindeststandard und strengeren Verbandssiegeln wie Demeter oder Bioland — letztere verlangen unter anderem, dass der gesamte Betrieb umgestellt ist, nicht nur einzelne Produkte.
Mara: Für Kaffeebauern geht das Thema weit über Pestizidverbote hinaus. Der Beitrag zur Fairen Woche zitiert den honduranischen Kaffeebauern Lucio Nicolas: „Unser Kaffee ist nicht nur ein Produkt: Er ist das Ergebnis der Arbeit von Generationen von Familien, die sich um das Land kümmern.“
Pip: Die Faire Woche läuft bis zum 25. September, mit über 1.600 Veranstaltungen bundesweit — und der Appell ist direkt: fair gehandelte Produkte kaufen, besonders Kaffee.
Mara: Und wer nach dem Sommer wieder zur Tasse greift, hat beim nächsten Einkauf die Wahl.
Das Ende des Sommers
Pip: Von einem Tag auf den anderen: 32 Grad, strahlend blauer Himmel — und dann Regen, Wind, zwölf Grad.
Mara: Der Beitrag „Das Ende des Sommers“ beschreibt genau diesen Moment: „Ich befürchtete das jähe, frühe Ende der Balkonsaison und setzte mich noch einmal raus, mit Kaffee, Apfelstreusel und einem Tartufo Limoncello.“
Pip: Der Deutsche Wetterdienst spricht vom zweitwärmsten Sommer seit Aufzeichnungsbeginn — Hitzewellen, Niedrigwasser, Waldbrände. Und dann, pünktlich, der Temperatursturz um zwanzig Grad.
Mara: Die Wettervorhersage macht immerhin etwas Mut: bis zu 26 Grad am 17. September sind noch einmal möglich. Aber der Ton des Beitrags ist klar — der Sommer ist gegangen, und festhalten konnte man ihn nicht.
Pip: Rhodos, Fairtrade, Herbstanfang — irgendwie dreht sich alles um den Moment, bevor etwas endet oder sich verändert.
Mara: Oder darum, was man daraus macht: einen guten Kaffee, an einem historischen Ort, zu einem fairen Preis.
Pip: Bis zur nächsten Tasse.