Montags-Podcast Episode 8: Kaffee zwischen Inseln und Alltag

Pip: CoffeeNewstom packt die Koffer — und den Ibrik gleich mit.

Mara: Genau. Coffeenewstom nimmt uns mit auf Rhodos, durch die Nea Agora und ihre Cafés, und schaut daneben, was sich auf dem deutschen Kaffeemarkt gerade tut — von einer neuen Sorte bis zum kleinsten Vollautomaten der Welt.

Pip: Fangen wir an mit Kaffee, Kopfsteinpflaster und einer Mittagspause, die keiner bestellt hat.

Kaffee in der Nea Agora: Rhodos auf der Suche

Mara: Die Nea Agora auf Rhodos ist architektonisch ein echter Hingucker — von den Italienern während der faschistischen Besatzung errichtet, orientalisch anmutend, mit Arkaden und einem überkuppelten Eingang. Ursprünglich ein Markt für Fisch, Fleisch und Gemüse, heute dominieren Souvenirläden und Touristengastronomie. Gerade wird das Gebäude aufwendig restauriert.

Pip: Also: historisches Gebäude, touristisch übernommen, jetzt Baustelle. Klingt nach dem perfekten Ort für einen entspannten Kaffee.

Mara: Eben nicht immer. Im Traditional Cafe Symi, benannt nach einer Nachbarinsel, sieht man eine Tafel mit Ibrik und kleiner Kaffeetasse — ein Versprechen auf griechischen Kaffee nach klassischer Art. Doch dann: „Seit 12:30 Uhr ist nämlich Lunchtime und es gibt Getränke nur dann, wenn man auch etwas zu Essen bestellt.“

Pip: Drei von zehn Tischen besetzt, und man bekommt keinen Kaffee. Das ist weniger Gastgeberphilosophie als aktive Kundenvermeidung.

Mara: Das Ergebnis: Weitergehen. Und das führt direkt zum Stathis Cafe, am Torbogen der Nea Agora, seit 1954. Strategisch günstig gelegen — Hafen, Taxistand, Busbahnhof gleich nebenan. Ein Gast namens Werner fasst es auf Google so zusammen: „Einfach ein ziemlich uriges und nettes kleines Lokal, das ich unterstützenswert finde. Im Prinzip ein einfaches Kafenion mit gutem Kaffee und vielen Kleinigkeiten. Ohne Schnickschnack. Das gibt es in Rhodos-Stadt kaum noch.“ Durchschnittlich 4,7 Sterne — und das bei einem Café, dessen Kühlschrank aus Platzmangel draußen steht.

Pip: Manchmal ist der beste Kaffee eben der, den man tatsächlich bekommt.

Mara: Rund um die Nea Agora gibt es noch mehr zu entdecken. Der Parko Phylis Eleftherias — der Park des Tores der Freiheit — liegt direkt daneben, mit Imbissbuden und Kiosken unter alten Bäumen. Und das Bistro Silmar Rhodes liefert eine Souvlaki-Pita für 3,50 Euro: angegrilltes Pita, frisches Fleisch, Tzatziki, Pommes — klassisch und überzeugend.

Pip: Kaffee verweigert, Souvlaki ergattert. Rhodos gibt, was es geben will.

Mara: Und das bringt uns vom Mittelmeer zurück nach Hamburg — zu dem, was Tchibo gerade auf den deutschen Markt bringt.

Neue Sorten und kompakte Maschinen bei Tchibo

Mara: Tchibo erweitert eine der bekanntesten Kaffeemarken Deutschlands: „Seit dem 24. August gibt es ‚Feine Milde entkoffeiniert‘ überall bei Tchibo.“ Hintergrund ist eine klare Marktentwicklung — sechs Prozent der Deutschen trinken laut Tchibo Kaffeereport regelmäßig entkoffeinierten Kaffee, und 35 Prozent hören abends mit Koffein auf, um besser zu schlafen.

Pip: Die Feine Milde gibt es seit 1969 in irgendeiner Form — jetzt also auch für die zweite Tageshälfte.

Mara: Dazu kommt der Esperto mini — laut Hersteller der kleinste Kaffeevollautomat der Welt, 16 Zentimeter breit, mit Kegelmahlwerk, 19 Bar Pumpendruck und Touch-Display. Ab dem 7. September im Angebot für rund 299 Euro, sonst 379 Euro. Erhältlich in Schwarz, Grau — und Lovely Red.

Pip: Klein, rot, leidenschaftlich. Für die Küche, die eigentlich keine ist.


Pip: Ob auf Rhodos oder zu Hause — die Frage bleibt dieselbe: Wo bekommt man den Kaffee, den man sich wünscht? Und manchmal muss man dafür einfach weitergehen. Bis zum nächsten Mal.

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