Peloponnesisches Kaffeetagebuch: Antica

Zurück geht es mit dem Auto nach Athen. Wie Ihr Euch erinnert diente die Außenbeleuchtung meines Mietwagens ja höchstens dekorativen Zwecken. Was auf dieser Fahrt nicht das große Problem war, schließlich war die Strecke weniger Anspruchsvoll und besser beleuchtet, als mein Auto. Trotzdem war ich froh Athen zu erreichen. Dort hielt ich mich grundsätzlich an Hauptstraßen, wo die Sicht gesichert war. Trotzdem bekam der arme Mitarbeiter des Mietwagen-Verleihers von mir eine kleine Standpauke.

Natürlich griff ich ihn nicht persönlich an, schließlich ist er ja nicht für die Wartung der Fahrzeuge verantwortlich. Ich erklärte ihm, dass ich als Berufskraftfahrer damit zurande gekommen wäre, ein ungeübter Fahrer mit dieser fehlenden Beleuchtung vermutlich gegen den Baum gekachelt wäre. Die inhaltsleeren Augen meines Gegenüber lassen berechtigte Zweifel daran, dass meine Botschaft wirklich angekommen ist.

Auf dem Rückweg zum Hotel mache ich in Monastiraki Halt. Hier hatte ich mir vorab das Restaurant Antica gegenüber der Stoa des Attalos ausgekuckt. Nach so viel Autofahren mache ich nicht mehr lange rum. Ich bestelle mir Fava, eine typisch kretische Spezialität. Fava ist ein leckeres Platterbsen-Mus. Hier wird es mit karamellisierten Zwiebeln und Kapern serviert – gibt es bei mir daheim seit dem nur noch in dieser Kombi! Das Fava harmonisiert wunderbar mit den süßen Zwiebeln und der leichten Säure der Kapern. Alles zusammen: wunderbar!

Als Hauptgang gönne ich mir ein einfaches Souvlaki. Mit nur zehn Euro vergleichsweise günstig. Dazu natürlich das obligatorische Bier vom Fass. So geht versöhnlich ein ereignisreicher Tag und eine besondere Reise zu ende. Doch morgen erwartet mich noch ein Tag Athen mit einem ganz besonderen Highlight. Doch davon später mehr.

Antica Restaurant & Cafe, Adrianou 25, Athina, Griechenland; Öffnungszeiten: täglich 09:00 – 00:00 Uhr.

Ein Gedanke zu “Peloponnesisches Kaffeetagebuch: Antica

  1. Ich kenne das. Griechen – oder besser: Die Einheimischen der gesamten Levante – sprechen jede Sprache der Welt in der berechtigten und seit alters her notwenidigen Hoffnung auf einen Verkaufsabschluß. Sie sind nicht nur höflich, sondern äußerst zuvorkommend. Wenn man sich beschwert verstehen sie nicht einmal mehr griechisch.

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