Greek Cuisine: korfiotisches Pastitsada

Eines von zwei Gerichten, die ganz eng mit der Insel Korfu verbunden sind, ist Patitsada (nicht zu verwechseln mit dem ähnlich klingenden Pastitsio!). Zahlreich Entstehungsmythen ranken sich um diesen Klassiker der korfiotischen Küche. Die venezianischen Besatzer hätten es auf die Insel gebracht. Wenn ich mich richtig erinnere gibt es dazu auch noch eine Sage mit einer großen Schlacht und gekochten Pferden – wir wollen das nicht weiter vertiefen. Was man zu einem Korfioten allerdings niemals sagen sollte, dass es ein gleichnamiges und ähnliches Gericht in Dalmatien als Schmorbraten gibt. Das würde seinen Nationalstolz verletzen!

Erwähnenswert ist hingegen, dass ich Pastitsada zum ersten mal in einer Taverne auf Korfu genossen habe. In der Version mit Rindfleisch muss ich hinzufügen, denn es gibt Rezepte mit Huhn, Rindfleisch und sogar Kalb. Vermutlich hat jede korfiotische Hausfrau ihr eigenes Familienrezept. Ich verwende für dieses Rezept Rind. Zum einen habe ich es so serviert bekommen, zum anderen wird Rindfleisch bei dieser Zubereitungsart besonders zart und weich. Die Korfioten haben übrigens eine spezielle Gewürzmischung dafür: Spetsieriko, bestehend aus Zimt, Nelke, schwarzem Pfeffer, rotem Pfeffer, Muskatnuss, Piment und Kreuzkümmelblättern.

ZUTATEN

Für vier Portionen braucht Ihr:

  • 750 g bis 1 kg Rindfleisch in Würfeln
  • 500 g Makkaroni
  • 4 weiße Zwiebeln
  • Tomatenmark
  • 1 Zimtstange
  • Spetsieriko (siehe oben)
  • Hartkäse aus Schafsmilch, zum Beispiel Kefalotyri, ersatzweise Parmesan
  • etwas Wein
  • etwas Essig (nach Geschmack)
  • Olivenöl

ZUBEREITUNG

  • Gewürfelte Zwiebeln in Olivenöl anbraten.
  • Tomatenmark dazugeben und kurz mitrösten.
  • Jetzt das gewürfelte Fleisch dazugeben und rundherum anbraten.
  • Gewürze und Zimtstange zugeben.
  • Mit Rotwein ablöschen.
  • Zugedeckt langsam schmoren, bis das Fleisch weich ist.
  • Bei Bedarf etwas Wasser oder nach Geschmack Weinessig hinzufügen.
  • Nach 1 1/2 bis 2 Stunden ist das Fleisch weich.
  • Die Sauce sollte dich und so dunkel sein, „dass sie die Schnurrbärte rot färben“.
  • Die gekochten Makkaroni mit der Sauce vermengen.
  • Mit dem Fleischwürfeln darüber servieren.
  • Mit frisch geriebenem Käse (siehe oben) bestreuen.

Korfiotische Hausfrauen kochen die Makkaroni in der Sauce, der sie etwas Wasser zugefügt haben. Meine Sorge wäre, dass am Ende die Sauce nicht mehr die richtige Konsistenz hat. Nimmt man statt Rind Kalb- oder Hühnerfleisch, dann verkürzt sich die Kochzeit. Und jetzt zugreifen und essen, dass sie die Schnurrbärte rot färben…

Καλή όρεξη, kali orexi – guten Appetit!

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