Recycling: Wie trenne ich richtig?

Die „siebte Ressource“: Dieser Begriff meint die Gesamtheit an recycelten Wertstoffen und grenzt sie ab von den sechs wichtigsten natürlichen Ressourcen, zu denen Wasser, Luft, Erdöl, Erdgas, Kohle und Mineralien gezählt werden. Das Potenzial ist riesig: Jedes Jahr werden durch Recycling weltweit mehr als 700 Millionen Tonnen CO2-Emissionen eingespart (Quelle: globalrecyclingday.com). Bei Aluminium ist der Wiederverwertungsprozess besonders schnell: Nach nur zwei Monaten kann das Material recycelt wieder im Umlauf sein.

Der einfachste Weg, wie jeder von uns im Alltag etwas für den Ressourcenschutz tun kann: Richtig zu recyceln! Das heißt vor allem, Materialien so gut wie möglich zu trennen. So können die einzelnen Wertstoffe, also etwa Papier, Glas, Kunststoffe und Metalle wie Aluminium aufbereitet werden und neue Verwendung finden. Zu dem Thema klärt auch die Kampagne „Mülltrennung wirkt“ der dualen Systeme auf.

Damit es mit der Mülltrennung klappt, hier fünf einfache Tipps:

1. Zusammen kommt, was zusammengehört

Je nach Material wird in unterschiedlichen Behältern gesammelt: Papiertonne, Gelbe Tonne/Gelber Sack oder Wertstofftonne, Altglascontainer, Rest- und Biotonne. Daneben gibt es eigene Sammlungen für beispielsweise Energiesparlampen, Elektroschrott und Batterien.

2. Trennen, was zu trennen ist

Besteht eine Verpackung aus mehreren Materialien, bitte voneinander trennen: Aludeckel und Papierbanderole vom Joghurtbecher, den Shampoo-Deckel von der Flasche, den Schraubverschluss vom Tetrapak, sofern abtrennbar. Übrigens, weit verbreiteter Irrglaube: Kaffeekapseln müssen nicht entleert werden. Solche aus Aluminium können seit 30 Jahren samt Kaffeesatz in den Gelben Sack gegeben werden – er wird im Recyclingprozess zu Heizgas umgesetzt und liefert sogar zusätzliche Energie.

3. Bitte nicht stapeln

Verpackungen sollten nicht ineinander gestapelt, sondern lose in den Gelben Sack/die Gelbe Tonne gegeben werden. So werden die einzelnen Materialien in den Sortieranlagen besser erkannt und dem richtigen Strom zugeordnet. Im Gegensatz dazu sollten Papier und Pappe möglichst kleingefaltet werden, um Platz zu sparen.

4. Auswaschen: Nicht nötig

Gebrauchte Verpackungen müssen lediglich restentleert („löffelrein“) sein. Ein zusätzliches Auswaschen ist also nicht nötig.

5. Spezielle Glasfarbe? Ab ins Grünglas damit

Grün, grün, grün sind alle meine Farben: Sonderfarben wie Rot oder Blau gehören in die Sammlung für Grünglas, da es am besten fremde Farben neutralisiert.

In Deutschland sind die dualen Systeme („Der Grüne Punkt“) zuständig für das Sammeln von benutzten Verpackungen. Jährlich werden rund 6,2 Mio. Tonnen davon gesammelt (Quelle: muelltrennung-wirkt.de). Das Ziel ist eine Kreislaufwirtschaft, in der Rohstoffe durch Wiederverwendung oder Verwertung erhalten bleiben.

Der beste Beitrag zur Mülltrennung ist es natürlich Müll zu vermeiden. Dazu gehören zum Beispiel Mehrwegbecher statt Einwegbecher für Kaffee & Co. Auch verursacht eine große Packung Kaffeebohnen weniger Müll, als in kleine Kapseln gepresster Kaffee. Allerdings hat auch Kapselkaffee seine Berechtigung. Trinkt man zum Beispiel nur gelegentlich eine Tasse Kaffee, dann kann die Kaffeekapsel das kleiner Übel sein, denn ausgerauchten Kaffee wegzuschmeißen ist auch keine Lösung. Im Gegenteil: Kaffee ist ein so wasserintensives Produkt, dass man es keinesfalls verschwenden sollte.

Greift man allerdings zu Kaffeekapseln oder Einwegverpackungen, dann sollte man sie wenigstens entsprechend entsorgen. Eines sollte man sich immer vor Augen halten: steigt die weltweite Durchnschnittstemperatur weiter an, dann kann es bereits in naher Zukunft so gut wie unmöglich sein Kaffee auf geeigneten Böden anzubauen. Und dann gibt es gar keinen Kaffee mehr…

Bildrechte: NESPRESSO Deutschland GmbH, http://www.muelltrennung-wirkt.de (3x); Quelle: ots, NESPRESSO Deutschland GmbH.

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