19 grams Adventskalender: 12. Türchen „Finca Andalucia in Ahuachapán“

Zwischen schattenspendenden Bäumen und sanften Flüssen gedeihen seit den 1940er Jahren die Kaffeepflanzen auf der Finca Andalucia in Ahuachapán, El Salvador. In dem Land, dessen Name übersetzt ‚Der Heiland‘ oder ‚Der Erretter‘ bedeutet, wurde Kaffee bereits Mitte des 18. Jahrhunderts kultiviert – zunächst jedoch nur für den Eigenbedarf. Ausgeführt werden die Bohnen seit 1850. Schnell stieg das kleine Land zu einem der großen Kaffee-Exporteure auf. Heute hat die Produktion allerdings wieder deutlich nachgelassen. Inzwischen dümpelt das zentralamerikanische Land mit der höchsten Bevölkerungsdichte zwischen dem 15. und dem 20. Platz herum – Tendenz fallend.

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Die Anbauhöhe von 1.400 Metern ist ideal für die zwei Varietäten Bourbon und Caturra, die im Kaffee hinter dem zwölften Türchen stecken. Die dunkle Vulkanerde bietet Nährstoffe für alle möglichen Pflanzen, deshalb wachsen auf der familienbetriebenen Farm neben Kaffee noch weitere Gewächse, die eine Mischkultur ermöglichen. Die enorme Pflanzenvielfalt bietet auch Lebensraum für verschiedenste Tiere, die ihren eigenen Beitrag zur Kaffeeproduktion leisten. Durch die Symbiose mit Tierwelt und Natur ist der Einsatz von Spritzmitteln auf der Farm nicht nötig, seit mehreren Jahren ist sie bereits als biologisch zertifiziert. Die Farmer Lima und Hermanos legen viel Wert auf Nachhaltigkeit und den Schutz des jahrhundertealten Regenwaldes.

Um die handgepflückten Bohnen passend aufzubereiten wurde auf die Washed-Methode zurückgegriffen. Fertig gewaschen und entpulpt trocknen die Bohnen für mehrere Tage auf Patios in der Sonne. Nach der Röstung schmeckt man feine Milchschokoladennoten heraus, Macadamianüsse und Spuren von Feigen im Abklang.

 

Quellen: 19 grams, Kaffeezentrale, Das Kaffee-Buch.

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