Nepal: Kaffee als Wirtschaftsfaktor

In der Region um die nepalesische Hauptstadt Katmandu ist die schwarze Bohne mittlerweile ein echter Exportschlager. Bewegte man sich auf dem internationalen Markt bisher mehr schlecht als recht mit vier Tonnen, so hat die Situation im vergangenen Jahr eine geradezu verblüffende Wendung genommen. Ganze dreizehn Tonnen, also mehr als das Dreifache der bisherigen Menge, fanden im Steuerjahr 2005 ihren Weg auf den Weltmarkt.

coffee beans in farmer's hand

Was war passiert? Die regionalen Kaffeebauern, mittlerweile in Vermarktungsfragen unterstützt von der regionalen Genossenschaftsvereinigung, hatten den Entschluss gefasst, zukünftig keine chemischen Dünger mehr zu verwenden – eine Entscheidung, die sich als echter Meilenstein erwies. Hari Prasad Gautam, Präsident der Genossenschaft, verweist auf den rasch angestiegenen Bedarf des Hauptabnehmers nepalesischen Kaffees: Japan. In Zusammenarbeit mit Dai Chi, einem der größten japanischen Handelsunternehmen im Rahmen von Fair Trade, erschloss man quasi im Handumdrehen einen relevanten Markt. „Die Bauern haben am Export sowohl roher wie gerösteter Kaffeebohnen mehr als 3,6 Millionen Rupien verdient“, betont Gautam.

Kaffeeanbau hat in der Region eine 40-jährige Geschichte. Gegenwärtig sind rund 1200 Bauern mit einem Anbau von ca. 143.000 Kaffeepflanzen im Geschäft. Trotz der mittlerweile nachweislichen ökonomischen Relevanz hält sich die öffentliche Hand jedoch mit Unterstützung weitestgehend zurück. Rohe Bohnen werden in Zukunft zu einem Preis von 237 Rupien pro Kilo verkauft.

 

Bildrechte: Actingpool/fotolia.com, readytogo/fotolia.com, Quellen: openPR, Lethe Genussversand, Alienus Mediaconsulting.

 

 

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