„Kaffee ist nur schädlich, wenn Ihnen ein ganzer Sack aus dem fünften Stock auf den Kopf fällt.“ Dieser Satz sagt viel über Albert Darboven: Ein Mann mit Haltung, Humor und einer ungebrochenen Leidenschaft für sein Lebenswerk. Am 15. April 2026 feiert der Unternehmer und Inhaber von J.J. Darboven seinen 90. Geburtstag.
1936 in Darmstadt als Albert Hopusch geboren, nahm sein Leben eine entscheidende Wendung, als er nach dem frühen Tod seines Vaters 1948 von seinem Großonkel Arthur Darboven und dessen Frau Anna-Maria adoptiert wurde. Nach dem Abschluss der Mittleren Reife im Internat Louisenlund begann Albert Darboven im März 1953 seine Ausbildung zum Außenhandelskaufmann. Erste berufliche Stationen führten ihn zur Firma Bernhard Rothfos sowie in eine Kaffeeagentur nach London – und damit früh hinein in die internationale Welt des Kaffeehandels.

Zwischen 1954 und 1960 sammelte er als Kaffeeeinkäufer in El Salvador, Nicaragua und Costa Rica wertvolle Erfahrungen direkt in den Ursprungsländern des Kaffees. Diese Jahre vor Ort schärften nicht nur seinen Blick für Qualität, sondern vermittelten ihm auch ein tiefes Verständnis für die Menschen, das Produkt und die Märkte. Dieses Fundament aus praktischer Erfahrung und tiefem Verständnis für das Produkt Kaffee brachte er nach seiner Rückkehr ins Familienunternehmen ein, dessen Führung er in den 1960er Jahren übernahm.
Unter seiner Leitung entwickelte sich J.J. Darboven zu einem internationalen Unternehmen – ohne dabei hanseatische Kaufmannstradition und Familienwerte aus dem Blick zu verlieren. Mit Marken wie Idee Kaffee, Eilles und Café Intención schrieb er Kapitel deutscher Kaffeegeschichte. Dass das Unternehmen in diesem Jahr mit seinem 160-jährigen Bestehen ebenfalls einen runden Geburtstag feiert, ist ein doppelter Grund zur Freude.

Doch Albert Darboven ist mehr als ein Unternehmer. Seine zweite große Leidenschaft gilt seit 1973 der Pferdezucht: Im eigenen Gestüt Idee züchtet er Vollblüter mit derselben Sorgfalt, die er auch an die Auswahl seiner Kaffeebohnen legt. 1992 krönte Pik König diese Passion mit einem historischen Derbysieg – als erstes Pferd, das von einem Hamburger Besitzer in Hamburg gezüchtet und dort zum Sieg geführt wurde.
Zum runden Geburtstag lässt Albert Darboven sein Leben in einer persönlichen Fotoserie Revue passieren. Der ikonische weiße Sessel – aus Motiven aus der Kampagne der 1970er-Jahre – begleitet ihn dabei an Orte, die seine Geschichte geprägt haben. Bilder, die von einem Mann erzählen, der Kaffee nie als bloßes Produkt verstanden hat, sondern als Lebensphilosophie.

Bildrechte und Quelle: J.J. Darboven GmbH & Co. KG, Titelbild Fotograf Daniel Reinhardt.
Sehr interessante Geschichte. Danke.
Ich würde übrigens gerne mehr von den Fotos mit dem weißen Sessel sehen. Mit dem historischen Hintergrund könnte das eine sehr interessante Fotostrecke werden.
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Ich auch. Nur habe ich leider nur dieses bekommen.
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Ich wusste gar nicht,
dass das Gestüt Idee heißt.
So lernt man immer was dazu.
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Ob Pik As mit Kaffee gedopt war? Und ob das bei Pferden erlaubt ist? –
Ein interessanter Mann, ohne Frage und den Kaffee Intención hatten wir schon mehrfach, sowohl als Bohne als auch pulverisiert. Die Frage wäre jetzt noch, wie es tatsächlich den Mitarbeitern geht, vom Kaffeebauer bis zur Großmutter an der Kaffeemühle (ich gehe dabei vom Räuber Hotzenplotz aus), den Pferden geht es bestimmt gut.
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Für Pferde statt Haferkaffee generell nur Haferkaffee!
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