Peloponnesisches Kaffeetagebuch: das heilige Kloster Metamorphosis von Nafpaktos

Zu manchen Sehenswürdigkeiten kommt man wie die Jungfrau zum Kinde. In diesem Falle war es ein Wegweiser an der Nationalstraße und ein ungewöhnliches Gebäude auf einem Berg, dass meine Neugier weckte. So entschied ich mich spontan nach eben diesem Ort zu schauen und mir nach der Trial-and-Error-Methode meinen Weg dorthin zu bahnen.

Nur wenige Minuten später (vielleicht verkläre ich das auch ein wenig im Rückblick) und ich stand vor dem Kloster. Die Mönche waren derweilen mit der Olivenernte beschäftigt. Doch wurde der Abt meiner Anwesenheit gewahr und beorderte einen Mönch mit die Kirche aufzusperren. So konnte ich das farbenfrohe Bauwerk von innen besichtigen.

Das Männerkloster der Verwandlung des Erlösers von Nafpaktos wurde 1977 in Skala, Gemeinde Nafpaktos, gegründet. Gründer, Gönner und erster Abt des Klosters war Archimandrit Spyridon Logothetis. Die Gründung und Etablierung des Klosters erfolgten unter Metropolit Damaskinos Kotzias von Nafpaktos, dessen Hauptanliegen die Missionierung der Jugend der Region war. 16 Mönche sollen hier heute leben.

Das Heilige Kloster der Verwandlung des Erlösers von Nafpaktos ist ein modernes Kloster, das auf der Tradition des Einsiedlerlebens aufbaut. Die Aussicht ist atemberaubend und manchmal kann man nach Rücksprache mit dem Abt sogar übernachten. Es spielt keine Rolle, ob man Christ ist oder nicht; wichtig ist nur, dass man mit offenem Herzen kommt. Das zumindest berichten Menschen, die diese Erfahrung machen durften.

Im Internet findet sich recht wenig zu diesem Kloster, zumindest nicht in einer mit mir kompatiblen Sprache. Trotzdem kann ich diese schöne Kirche bewundern und einige Bilder machen. Ganz oben in der lichtdurchflutenten Kuppel der Pantokrator, Christus als Weltenherrscher. Und viele orthodoxe Heilige in bunten und frohen Farben.

Der Mönch mahnt zur Eile, zumindest entnehme ich das seiner Stimme. Ich folge und er verschließt hinter mir das Gotteshaus wieder und eilt zu den anderen Mönchen um weiter an der Olivenernte teilzunehmen. Ich bin dankbar für diesen kurzen Einblick in das religiöse Leben hier. Ich genieße noch kurz dem Blick – aus dem Dunst erhebt sich am Horizont die Rio-Antirrio-Brücke – und es geht weiter meinem heutigen Hauptziel entgegen. Doch davon morgen mehr.

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