Peloponnesisches Kaffeetagebuch: Kentrikon in Kalamata

Ein perfekter Tag endet mit einem guten Abendessen. Wobei sich die Fahrt nach Kalamata zog. Eigentlich wollte ich ja die Landstraße über Sparta nehmen, Google Maps lotste mich aber immer wieder zur A7. Offenbar bekommen die Prozente, denn so wurden Mautgebühren in etwa in der Höhe eines preisgünstigen Abendessens für eine Person. Dafür kam ich zügig voran. Meine Fahrt unterbrach ich nur für einen kurzen Halt an einem Rasthof. Die fortgeschrittene Tageszeit hielt mich allerdings davon ab hier Kaffee zu trinken.

Dafür kam ich noch mit dem letzten Tageslicht in Kalamata an und fand meine Unterkunft und einen gebührenfreien Parkplatz zumindest in der Nähe zügig. Mein Hotel, die Kalamata Art Rooms, liegen ziemlich im Zentrum. An Tavernen und Restaurants mangelt es hier nicht. Also machte ich einen kleinen Abendspaziergang in Kalamata. Fündig wurde ich bei Kentrikon, einem Restaurant mit schönem Gastgarten unmittelbar am Fluss Nedontas Potamos, der die Stadt durchfließt. Bekannt ist das Lokal für seine Mezze.

Meine Wahl fiel auf Kolokithokeftedes, Zucchinipflanzerl, mit einem Joghurt-Dip und als Hauptspeise Kebab mit Pitabrot, gerösteter Tomatensauce und frisch geschnittenen Pommes. Nach so einer langen Fahrt war das ein regelrechtes Festmahl. Dazu gönnte ich mir eine lokales Bier. Das es so hieß, wie der Ort, nämlich Kalamata, halte ich es für authentisch.

Das ganze krönte ich mit einem Tsipouro, einem ein traditionellen griechischen Tresterbrand, der aus dem Rückstand der Weinherstellung destilliert wird. Den kleinen Nachtisch, ein Joghurt mit Früchten auf Keksboden, gab es aufs Haus. Der Rechnungsbetrag belief sich auf knapp über 20 Euro und damit durchaus noch erschwinglich.

So geht ein ereignisreicher Tag zu ende. Ein Kaffeefrühstück im Herzen von Nafplio, die Festung von Tiryns, das Heraion von Argos, Mykene, das Schatzhaus der Atreus, die Festung Larissa und schließlich mein gelungenes Abendessen hier. So empfehlenswert meine Unterkunft ist, viel mehr als das Bett werde ich von ihr wohl nicht mitbekommen…

Kentrikon Restaurant – Meze, Artemidos 104, Kalamata, Griechenland; Öffnungszeiten: täglich 08:00 – 01:00 Uhr, Sonntag erst an 09:00 Uhr.

9 Gedanken zu “Peloponnesisches Kaffeetagebuch: Kentrikon in Kalamata

  1. Übrigens, wer mehr als drei Tassen Kaffee am Tag trinkt und die genetischen Voraussetzungen besitzt, der kann auch durch ’normalen‘ Kaffee ein Glaukom entwickeln:

    https://di2ce.com/de/articles/32943-does-coffee-cause-blindness-what-the-research-says

    Und bei der Studie mit gefriergetrocknetem Kaffee müssen auch die Gene mitspielen und da ist nur ein kleiner Prozentsatz der Bevölkerung betroffen, zudem ist auch das Rauchen und die Menge ein Risikofaktor. Die Probanten waren genötigt für die Studie mehr löslichen Bohnenkaffee zu trinken, als du und ich zusammen an einem Tag. Wer wie ich bei zwei Tassen pro Tag bleibt, dem kann nichts passieren. Viele kritisieren das Ergebnis der Studie als Panikmache, weil auch die positiven Aspekte für das Auge unterschlagen wurden. Einseitige Berichte sind eben spektakulärer, als eine ausgewogene Berichterstattung. Ansonsten fehlen für eine letztendliche Einschätzung noch weitere Forschungsergebnisse. Also nicht einschüchtern lassen .. LG Sven

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