Reblogged: Cappuccino con panna

Leckerer Espresso mit einer kühlen Sahnehaube? Es gab einmal eine Zeit, da war diese Kaffee-Variante völlig normal in Deutschland. Heute ist italienischer Cappuccino mit Milchschaum Standard und der eigentlich ältere Bruder geriet in Vergessenheit.

Zu Unrecht, wie ich finde, denn gerade mit frischer Conditorsahne lässt sich ein leckeres Kaffeegetränk zaubern. Den klassischen Genießer des ebenso klassischen Kapuziners kann man in zwei Gruppen unterteilen: den Umrührer, der mittels Löffel aus Kaffee und Sahne eine Melange rührt, und den Puristen, der es liebt, wenn sich an den Lippen der bittere, heiße Kaffee und die frische, kühle Sahne begegnen.

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Um die Feinheiten des Cappuccinos zu erkennen, lohnt sich ein Blick in seine Geschichte. Sein Urvater ist der Kapuziner, ein fester Bestandteil der Wiener Kaffeehauskultur. Im Original besteht dieser aus einem kleinen Mokka mit einigen Tropfen Schlagobers, was ihm eine bräunliche Farbe verleiht, die der entspricht, wie man sie von den Mönchskutten der Kapuziner kennt. Bekommt das Mokka-Sahne-Gemisch noch eine Haube aus Schlagobers, dann spricht man in Kaffeehauskreisen vom Franziskaner.

Man vermutet, dass österreichische Söldner, die in Italien ihren Dienst taten, diese Kaffeespezialität einführten. In dem wärmeren Klima war die Sahne allerdings ein Problem, weshalb man später auf geschäumte Milch auswich. In dieser Form hat sich der Cappuccino bis heute erhalten. Trotzdem ist die ursprüngliche Version nicht völlig verschwunden. Als Cappuccino con panna findet man sie heute auch in guten italienischen Cafés.

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Eine Wiener Spielart ist übrigens der überstützte Neumann. Hier kommt zuerst die Schlagsahne in die Tasse, der heiße Mokka wird separat dazu gereicht und dann über die Sahne gestürzt. Benannt wurde dieses Getränk übrigens nach einem Stammgast im legendären Café Herrenhof, der, entgegen der nahe liegenden Vermutung, seinen Kaffee in aller Ruhe genoss.

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Bildrechte: Coffeenewstom.

2 Gedanken zu “Reblogged: Cappuccino con panna

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