Wussten Sie, dass pro Tasse Kaffee im Schnitt 140 Liter Wasser verbraucht werden? Dass als Folge des Klimawandels sich die Kaffee-Anbauflächen bis 2050 voraussichtlich halbieren werden? Oder dass der Weltmarktpreis für Kaffee so niedrig ist, dass die meisten Kaffeebäuerinnen und Kaffeebauern kaum ihre Produktionskosten decken können? Der Preis, den wir gewöhnlich für Kaffee zahlen, deckt oft weder die ökologischen, noch die sozialen Kosten wirklichkeitsnah ab.

Anders bei Truesday. Unter dieser Marke wird der erste Kaffee mit realen Preisen in Deutschland verkauft. Der Wert der Kaffeebohnen und die ökologischen und sozialen Kosten des Kaffeeanbaus werden zu 100% berücksichtigt .Der Wert des Kaffees orientiert sich nicht an Rohstoffbörsen, sondern an den realen Auswirkungen des Kaffeeanbaus auf Mensch und Natur. In Zusammenarbeit mit internationalen NGOs und Sozialunternehmen bringt Truesday versteckte Kosten wie die Unterbezahlung von Farmerinnen und Farmern, Bodenverunreinigung und Wasserverschmutzung an die Oberfläche, um sie zu reduzieren und zu kompensieren. Denn konventioneller Kaffee hat einen bitteren Beigeschmack: Die Folgekosten des Kaffeeanbaus, wie Klimawandel, Gesundheitsschäden oder die Vernichtung von Tropenwäldern stehen bisher nicht auf dem Preisschild. Auf den Folgekosten bleiben Farmer, die Umwelt und zukünftige Generationen sitzen.

Der niedrige Preis für konventionellen Kaffee orientiert sich lediglich an globalen Rohstoffbörsen. Den Kaffeebäuerinnen und -Bauern in den Herkunftsländern genügen diese Einnahmen nicht, um ihre Familien zu ernähren oder ihre Kinder statt auf die Felder in die Schule zu schicken. Soziale und ökologische Kosten bleiben unberücksichtigt, obwohl sie ein Vielfaches des Marktpreises ausmachen. Die Kosten für diesen vermeintlich günstigen Kaffeepreis zahlen unsere Umwelt und vor allem die Menschen des globalen Südens, wo der Kaffee angebaut wird.

Für fair gehandelten Kaffee erhalten die Farmerinnen und Farmer einen einheitlichen Aufschlag auf den Marktpreis. Damit können bereits einige soziale Kosten gedeckt werden–die Menschen haben ein höheres Einkommen. Kaffee mit Bio-Zertifizierung verringert zudem die ökologischen Kosten, beispielsweise durch den Verzicht auf Pestizideinsatz und Kunstdünger. Dennoch fallen bei beiden Ansätzen immer noch versteckte Kosten an, beispielsweise durch Wasser-und Luftverschmutzung oder durch die noch immer vorherrschende Verpackung in Plastik-und Aluminiumbeuteln.

Der Truesday-Kaffeepreis hingegen ist ganzheitlich: Man bezahlt für die realen Auswirkungen auf Mensch und Natur und unterstützt ein Netzwerk aus NGOs dabei, die Kosten langfristig zu reduzieren. Kleinbäuerinnen und -Bauern erhalten eine faire Entlohnung, die sich an individuellen und regionalen Gegebenheiten und ihren Bedürfnissen orientieren. Zahlreiche Umweltfaktoren, wie Wasserverunreinigung, Landnutzung, Luftverschmutzung und Klimawandel werden berücksichtigt und kompensiert: Mit dem Ziel, die Lebensbedingungen der Menschen sowie den Umweltschutz langfristig zu verbessern.

Der erste Kaffee mit True Price stammt von den beiden Kleinbauern Ciro Camayo und Elver Tuladeaus aus der Cauca-Region in Kolumbien und wird vom Truesday-Team in Berlin-Charlottenburg frisch geröstet. Ihr „Cauca Excelso (Microlot)“ gehört als Specialty Coffee zu den 5% der hochwertigsten Kaffeebohnen weltweit. Auch bei der Verpackung setzt Truesday neue Maßstäbe: der Kaffee wird in nachhaltige dunkle Mehrwegflaschen gefüllt, die die Kaffeebohnen vor Sonnenlicht schützen und nach Pfandrückgabe im Handel von Molkereien wiederverwertet werden können. Als Nachfüllbeutel dienen industriell kompostierbare Bio-Beutel aus PLA also aus Zuckerrübe und Maisstärke.

Henning Reiche, Gründer und Geschäftsführer von Truesday Specialty Coffee: „Als ich bei einem Barista-Workshop von der schlechten Klimabilanz des Kaffees und der globalen Ungerechtigkeit des internationalen Kaffeemarktes erfahren habe, war ich entsetzt. Ich möchte nicht auf Kosten der FarmerInnen und des Klimas von niedrigen Kaffeepreisen profitieren. Also suchte ich nach Partner-Organisationen, die die Auswirkungen des Kaffeeanbaus auf Mensch und Natur analysieren können. “Für die Datenerhebung und Kompensation ökologischer und sozialer Schäden wird Truesday von NGOs und Sozialunternehmen, wie der True Price Organisation, der Futureproof Coffee Collective, Progreso Foundation, Eden Reforestation Projects sowie einem Netzwerk aus nachhaltig wirtschaftenden Kaffeehändlern und -Farmern unterstützt. Seit Markteintritt ist Truesday zudem Mitglied im Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft e.V.
Bildrechte und Quelle: Truesday. Kaffee von Truesday bestellbar hier!

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Na da bin ich ja froh dass ich keine Kaffeetrinker bin ! Nein im Ernst das hat mich auch schockiert mit den 140 Liter Wasser.
Ich bin eher der Teetrinker aber da wird es vermutlich nicht anders aussehen. Gebe zu dass ich mir aber auch noch nie Gedanken darüber gemacht habe. Teebeutel in Tasse, heißes Wasser drauf und das war es auch schon. Denke das trifft bei 99 % aller Kaffee oder Teetrinker so zu.
Muss mal ein paar Kaffeetrinker in meiner Familie darauf ansprechen !
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Ja, Kaffee und Tee sind wertvolle Güter. Deshalb muss respekt- und verantwortungsvoll mit ihnen umgegangen werden.
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Wie ist das den mit fairtrade Kaffee?
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Der Wasserverbrauch ist der gleiche. Aber die Kaffeebäuerinnen und -Bauern bekommen faire Löhne und Kinderarbeit ist verboten.
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Für Gastronomen ist Kaffee eine Goldgrube. Einer meiner früheren Chefs hat mir mal erzählt, dass ihn das maschinelle Aufbrühen einer Tasse Kaffee mit allem Drum und Dran und sämtlichen Unkosten ca. 20 Cent kosten würde. Vergleicht man das mit den Preisen, die normalerweise von Wirten:Innen für eine Tasse Kaffee verlangt werden, dann fährt das schon eine Menge Geld ein.
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Geld, dass ich allerdings gerne bereit bin zu bezahlen, sobald ich wieder in ein Café darf….
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Geht mir genauso… Auch wenn ich dank meines Rollators die Sitzgelegenheit bei mir habe – in einem gemütlichen Café sitzen, und ein Heißgetränk samt Kuchen bzw. Torte genießen ist doch etwas anderes.
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Ja, irgendwie fehlt uns genau das!
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Kaffee ist wirklich billig geworden – wenn ich dreißig Jahre zurückdenke, als man für das Pfund Kaffee (Hausmarke der Supermarktkette) nicht wesentlich unter 10 Mark bezahlte. Und die Mark hatte damals mehr Kaufkraft als der Euro heute. Das Phänomen betrifft aber fast alle Lebensmittel. Unter den Genussmitteln haben einzig die Zigaretten so angezogen, dass ich mich wundere, dass immer noch Menschen rauchen. – Wir essen und trinken zu billig, und das fördert die Verschwendung und treibt die Erzeuger zu Monokulturen, Massentierhaltung, … oder in die Armut.
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Gut, dass es mit fairen Produkten inzwischen eine Gegenentwicklung gibt. Es geht eben nicht nur um billig, sondern auch um faire Anbau- und Handelsbedingungen. Ein Lieferkettengesetz kann helfen. Wenn alle Unternehmen die Einhaltung von Menschenrechten garantieren müssen, dann können die schwarzen Schafe unter ihnen nicht mehr von deren Verletzung profitieren. Und wir bezahlen dann das für unsere Waren, was sie kosten müssten.
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Interesting indeed!
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Thank you!
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Ein vorbildliches Projekt! Da wurde alles, was mit dem Kaffee ökonomisch und sozial zusammenhängt, zu Ende gedacht.
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Es gibt da mehrere interessante Projekte. Dieses hier ist ein sehr gutes Beispiel, was man für faire Bedingungen machen kann.
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Mögen noch viele weitere folgen!
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