Der Kaffee hinter dem 14. Türchen kommt aus der brasilianischen Region Minas Gerais und schmeckt im Prinzip nach einer Tafel Traube-Nuss-Schokolade. Durch die Natural-Verarbeitung und spezielle Röstvorgänge bringt der australische Röstmeister Anthony von 19 grams wahre Wunder hervor. Süße Schokoladennoten, feine Säure wie rote Trauben sie besitzen und ein nussiger Beigeschmack machen den Rosangela Moura Alves aus. Auf 1.050 Metern wachsen die Kaffeekirschen der Cataui-Varietät, wo sie zwischen Mai und September von Hand geerntet werden.
Die Fazenda Carmelito, von der dieser Kaffee stammt, ist Teil der Força Café Initiative, der über 6.000 Kleinstfarmen beigetreten sind. Die Initiative hilft seit 2007 Farmern in der ganzen Minas-Gerais-Region, besser zu wirtschaften und mehr Geld für ihrem Rohkaffee zu erhalten. Kleine Farmen machen über 80% der brasilianischen Kaffeekarmen aus, weltweit bekannt sind hingegen lediglich die restlichen 20%, die enorme Erträge bringen.

Jedes Jahr veranstaltet die Força Café Initiative einen Wettbewerb, bei denen die dazugehörigen Farmen Kaffeebohnen zur Verkostung einsenden können. Die Gewinnerbohnen erzielen einen durchschnittlich zu 80% höheren Preis am Weltmarkt und der Gewinn wird direkt wieder in die Farmen investiert. Schon vor Jahren haben sich unter der Initiative eines Hamburger Rohkaffee-Händlers weitere Kaffeegrößen, wie Tim Horton aus Kanada und Lavazza aus Italien zusammengefunden und eine konzeptionelle Unterstützung, speziell für Kleinbauern ins Leben gerufen.
2007 startete das Projekt, heute sind es beachtenswerte 6.000 Farmer in den drei wichtigsten Kaffeeanbaugebieten Brasiliens, die kostenfrei, durch Agrarökonomen geschult werden, welche Pflanzegattungen speziell auf ihrem Boden gut gedeiht und einen sicheren Ertrag bringt. Der Aufwand ist immens aber die Früchte sind mittlerweile, klar und deutlich zu erkennen. Das Leben der Kleinbauern verbessert sich deutlich, es werden bessere Kaffees produziert, für selbigen werden deutlich bessere Preise erzielt und natürlich haben die „Großen“ auch etwas davon, denn die Nachfrage nach Qualität steigt weltweit.
Quellen: 19 grams, Hamburger Abendblatt; Bildhintergrund: Das Kaffee-Buch.