Die Umweltministerin will die Flut an Kunststoffverpackungen zurückdrängen und deshalb die Verpackungsindustrie an den Kosten der Straßenreinigung beteiligen. Das berichtet das Straubinger Tagblatt. Die Unternehmen werden die Mehrkosten wohl an die Kunden weitergeben, sodass der Kaffee im Gehen teurer wird. Das kann dazu beitragen, dass wieder mehr Menschen ihren Kaffee im Büro oder im Café aus Tassen trinken.

Ein Blick nach Italien könnte anregend sein. Dort ist der Kaffee to go eher unbekannt. Kein Wunder, ist doch der Espresso ebenso schnell zubereitet, wie getrunken. So passt ein Kaffee in einer der zahlreichen Espresso-Bars locker zwischen zwei Busse, wenn man den ersten verpasst hat. Und das ganz ohne Einwegbecher. Es gibt etwas weniger Stress und gleichzeitig sind die Straßen sauberer.

Das ginge natürlich auch bei uns – ganz ohne Sondersteuer und Zusatzkosten. Entweder man bringt seinen eigenen Becher gleich selbst mit, oder man entschließt sich den Kaffee to stay statt to go zu trinken. In der Tat sind gerade diese Minuten der Auszeit wichtig für unser Gehirn. Dauernde Erreichbarkeit, soziale Medien, flackernde und blinkende Werbung überall – unser Gehirn wird überflutet mit Reizen. Da ist eine kleine Auszeit Gold wert. Es geht mit mehr Schwung und weniger Stress weiter – und die Straßen bleiben sauber!
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