Wir wählen fair

24. September – Bundestagswahl. Das Volk wählt die Abgeordneten des neuen Bundestags und dieser die Kanzlerin oder den Kanzler. Alle vier Jahre kann der Bürger mitentscheiden. Das ist selten genug. Deshalb ist der Wahltermin ein Pflichttermin.

Bei der Wahl unseres Kaffees können wir beinahe täglich neu entscheiden. Und wir können dabei auf fairen Handel achten oder nicht. Dabei wäre fairer Handel ein wichtiger Beitrag zu mehr sozialer Gerechtigkeit und das in vielen Ländern weltweit.

Seit 40 Jahren gibt es in Deutschland fair gehandelten Kaffee, seit 25 Jahren auch mit dem Fairtrade-Siegel. So profitieren knapp 850.000 Kleinbäuerinnen und -bauern weltweit von besseren Arbeits- und Lebensbedingungen durch stabile Mindestpreise und zusätzliche Sozialprämie. Nicht nur wegen der sozialen Aspekte sind fair gehandelte Kaffeebohnen zu bevorzugen, sondern auch wegen ihrer umweltschonenden Anbauweise.

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Der gemeinnützige Verein TransFair, der das Siegel Fairtrade vergibt, hat deshalb den „Fair Coffee Day“ ins Leben gerufen. Die Idee, die derzeitige Kaffeesteuer in höhe von 2,19 € pro Kilo Röstkaffee für fair gehandelten Kaffee abzuschaffen. Die Abschaffung käme damit sowohl den Konsumenten zugute als auch den Produzentinnen und Produzenten im globalen Süden, nämlich durch höhere Absätze über den fairen Handel. TransFair fordert von den Politikerinnen und Politiker der neuen Bundesregierung, die Abschaffung der Kaffeesteuer für sozial und ökologisch nachhaltigen Kaffee in die Koalitionsverträge und das Regierungsprogramm aufzunehmen.

Bis zum 29. September  – de Fair Coffee Day 2017 – will der Verein 50.000 Unterschriften beisammen haben, die den Mitgliedern der nächsten Bundesregierung übergeben werden. Auf der Webseite von Fairtrade Deutschland gibt es zur Entscheidungshilfe eine „Wahl-O-Fair“ und zahlreiche Mitmachmöglichkeiten, wie man sich in das Projekt einbringen kann. Denn von fair gehandeltem Kaffee profitieren alle.

Bildrechte: Jakub_Kaliszewski/Transfair-Deutschland.de

 

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