Dan Brown: Meteor

Es wäre die Entdeckung des Jahrtausends: ein Meteor im Eis der Arktis könnte wichtige Erkenntnisse zur Entstehung des Lebens auf der Erde liefern. Ein gefundenes Fressen für die NASA, die finanziell und politisch unter Druck geraten ist und die einen großen Erfolg dringend braucht um sich zu legitimieren. Gerade deshalb muss die Bergung des Gesteinsbrockens so vonstatten gehen, dass keinerlei Zweifel an dieser Entdeckung lässt. Im Auftrag des Präsidenten macht sich die Geheimdienstmitarbeiterin Rachel auf den Weg ins ewige Eis um dieses Geheimnis zu lösen. Zusammen mit den führenden Wissenschaftlern wird fieberhaft an einer Präsentation gearbeitet, mit der die Weltbevölkerung über diese Sensation informiert werden soll.

Wären da nicht einflussreiche Mächte im Hintergrund, die ihre eigenen Ziele verfolgen. Vor allem den privaten Unternehmen, die den Weltraum kommerzialisieren wollen, sehen in der NASA eine staatlich bevorzugte Konkurrenz – und einen Dorn im Auge. Ein Ränkespiel beginnt, bei dem es bis zuletzt schwer zu unterscheiden ist, wer Freund, wer Feind ist. Dabei ist genau dieses Wissen Überlebens wichtig für Agentin Sexton, die ausgerechnet in ihrem eigenen Vater, einem Senator, der selbst nach der Präsidentschaftskandidatur greift, ihren schärfsten Gegenspieler vermuten muss.

Erfolgsautor Dan Brown (Illuminati, Sakrileg) schafft hier ein schlüssiges und spannendes Werk. Was wie Science Fiction klingt, ist näher an der Realität, als wünschenswert ist. Was beim Erscheinen des Romans vor 25 Jahren noch reine Utopie war, wie die Kommerzialisierung des Weltraums, ist heute bereits Alltag. Auch fußt die Geschichte auf einer tatsächlichen Begebenheit. Ein lehrbuchmäßiges Durchdeklinieren der Frage „Was wäre wenn…“ mit perfektem Spannungsbogen. Ein Thriller als beste Unterhaltung.

6 Gedanken zu “Dan Brown: Meteor

  1. Seit ich weiß, dass täglich einige Dutzend Meteoriten auf der Erde aufschlagen, hat das ein bisschen an Zauber verloren. Aber der Gedanke, dass auch täglich Tonnen von Extraterrestrischem Sternenstaub auf die Erde niederregnet, finde ich irgendwie anregend.

    Gefällt 1 Person

  2. Das Krankenhaus ist eine Parallelwelt, die ich keinem wünsche, auch wenn sie ihre ganz eigene Ästhetik hat. Mir hat mein Krankenhausaufenthalt durch mein Krebsgeschwür auf jeden Fall Demut und Respekt vor dem eigenen und vor dem anderer Leben geschenkt. Überheblichkeit und Egoismus sind von mir abgefallen und ich hab erkannt, dass der Einzelne nichts ist ohne die anderen und dass Liebe und Freundschaft, Gemeinschaft und Miteinander mehr bedeuten als als eigenbrötlerisches vor sich hinvegetieren. Kurzum: Ich gehe offener auf andere zu, erkenne mich selbst in ihnen wieder. Immer? Nein, aber immer öfter. Es gibt auch schwache Momente, wo der Teufel dich reitet ..

    Gefällt 2 Personen

Hinterlasse eine Antwort zu Hiraeth Antwort abbrechen

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..