Yanis Kostas: Der Schatz von Bellapais

Sofia Perikles hat es inzwischen zum Police Officer gebracht. Sie ermittelt zusammen mit ihrem Vorgesetzten Chief Inspector Kostas Karamanlis in Kato Koutrafas, einem kleinen Dorf im Troodos-Gebirge nahe der Grenze zum Türkischen Teil der Insel Zypern. Statt einer Bilderbuchkarriere im Innenministerium in Nikosia nachzugehen, kämpft sich die Diplomatentochter an diesem Polizei-Außenposten durch. Dabei ist sie dort inzwischen schon heimisch geworden und hat sich ihre ersten Sporen als Ermittlerin bereits verdient.

Eine Leiche in einem Kupferbergwerk, Kupfer ist nach Halloumi der wichtigste Exportartikel der Insel, bringt ihre Pläne gehörig durcheinander. Die Ermittlungen wird sie mitten in eines der dunkelsten Kapitel der zypriotischen Geschichte führen. Dabei sollte sie, statt zu ermitteln, längst bis über beide Ellenbogen in den Vorbereitungen ihrer Traumhochzeit stecken. Doch bis zum Happy End hat das Schicksal noch einige Wendungen für sie im Programm.

Yanis Kostas, alias Alexander Oetker, gelingt hier die perfekte Mischung aus Krimi und Liebesroman, gewürzt mit einer Prise Geschichte. Dabei lässt sich die zypriotische Herkunft des Autoren kaum verleugnen. So stellt sich in diesem Buch auch die Frage nach Heimat und Zugehörigkeit. Für Menschen, die im Exil aufwachsen, eine Frage, die sie Zeit ihres Lebens begleiten wird. Doch welches Leben wird Sofia Perikles wählen? Das an der Seite eines britischen Millionärssohn oder im letzten Kaff kurz vor der Grenze? Was im Plot kitschick klingt, ist in Wahrheit beste Unterhaltung. „Der Schatz von Bellapais“ ist im Atlantik-Verlag erschienen.

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