Yanis Kostas: Tod am Aphroditefelsen

Die Tochter des zypriotischen Botschafters in Paris, Sofia Perikles, kehrt auf ihre Heimatinsel zurück. Sie ist jung, hübsch und erfolgreich und hat für ihre Kariere im Innenministerium in Nikosia alles richtig gemacht. Doch der Empfang auf Zypern verläuft alles andere als erwartet. Statt im Ministerium landet sie im Polizeirevier von Kato Koutrafas, ein trostloses, abgelegenes Kaff nahe der griechisch-türkischen Grenze. Noch trostloser ist nur ihr Vorgesetzter, ein abgehalfterter Alkoholiker. Doch statt in der Einöde zu versauern muss die Diplomatentochter plötzlich in einem Mordfall ermitteln, ohne die geringste Erfahrung in Polizeiarbeit. Eine Aufgabe, die die Tochter aus gutem Hause selbst in große Gefahr bringt.

Der Kriminalroman entführt uns auf die Insel Zypern, die Perle im Mittelmeer. Dabei wird die difficile politische Lage nicht etwa ausgespart, sie ist Teil der Geschichte. Denn Zypern ist eine geteilte Insel und Nikosia die letzte geteilte Hauptstadt auf der Welt. Das führt immer wieder zu Konflikten zwischen der griechischen Republik Zypern und der türkischen Republik Nordzypern, ein Konflikt, der sich bis in die Behörden hineinzieht. Insbesondere dann, wenn die eine Seite auf der anderen Seite ermitteln möchte.

Yanis Kostas ist das Pseudonym des 1982 geborenen deutschen Schriftstellers Alexander Oetker, der auch unter dem Namen Alex Lépic schreibt. Alexander Oetker kam 1982 in Ost-Berlin als Sohn eine griechischen Zyprioten und einer Deutschen zur Welt. Einige Jahre lang arbeitete der Schriftsteller während seiner Tätigkeit als Journalist in Paris. Seine ersten Kriminalromane handeln deshalb auch von Commissaire Luc Verlain, dem wichtigsten Ermittler der Abteilung für Kapitalverbrechen im Hôtel de Police in Bordeaux. Mit Sofia Perikles bringt Oetker uns auf eine Insel der Göttern, zu endlosen Stränden, besten mediterranen Speisen und Weinen und antiker Geschichte. „Tod am Aphroditefelsen“ ist erschienen im Atlantik-Verlag.

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