„Kaffee ist wie guter Zirkus, beides berührt die Seele.“ Unter diesem Motto steht ein Café, dass ein bisschen aussieht wie ein Zirkus, aber dann doch wieder wie ein Kaffeehaus, ein bunter, heiterer Ort, trotzdem gemütlich und entspannend. Vorbild für Bernhard Paul, dem Gründer und Direktor des Zirkus Roncalli, waren die großen Wiener Kaffeehäuser. Antike Möbel und Zirkus-Raritäten aus seiner Privatsammlung geben dem Ensemble sein besonderes Flair, die Grenzen Zwischen Kaffeehauskultur und Zirkuswelt verschwimmen.

Den Ramen dafür bietet das Levantehaus, ein um die letzte Jahrtausendwende komplett modernisiertes ehemaliges Handelskontor. Der Name könnte vom ersten Mieter stammen, der Levante Schifffahrtslinie, oder er beschreibt die Zielsetzung der ehedem zahlreich beherbergten Reedereien, die – levante, der Sonne entgegen! – Handel mit dem Morgenland trieben. Die Fassade mit einem stilisierten Sonnensymbol wurde erhalten, die völlig erneuerten Innenräume bieten heute Platz für 40 Mieter, darunter Geschäfte, Büros und eben das Roncalli Grand Café.

Erfreulich umfangreich ist die Kaffeekarte, Hier bedeutet Kaffeespezialitäten mehr, als nur die üblichen Verdächtigen. Neben dem Einfluss der Wiener Kaffeehauskultur – die Wiener Melange zum Beispiel – gibt es hier auch Variationen, die von eigener Kreativität zeugen, allerdings sind manche Sahne- und Sirupmixturen Gift für die Figur. Hausgemachte Kuchen runden das Kalorien-Angebot ab. Wer davon nicht genug bekommen kann, der kann im Laden mit Zugang zur Straße sich seine Kalorienbombe gerne auch einpacken lassen, das eigentliche Kaffee ist aber eine Etage höher und lässt sich auch über die Galerie der Einkaufspassage betreten, über den Bühneneingang sozusagen.

Auf jeden Fall ist das Roncalli Grand Café eine Bereicherung der Hamburger Kaffeeszene und allemal einen Besuch wert – auch ohne besondere Affinität zum Zirkus. Manege frei!
Roncalli Grand Café, Mönkebergstraße 7, Hamburg Mitte, Öffnungszeiten: Montag – Samstag 09:00 – 20:00 Uhr, Sonntag 10:00 – 18:00 Uhr.
Ganz besonders ist der Kuchen dort. Der liegt zwar über 6€/Stück, ist aber von erlesener Konditorenqualität.
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Puh…
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https://grand-cafe-roncalli.hamburg/fruehstueck
Der Apfelstrudel ist fast doppelt so teuer.
Aber das weiß man ja vorher.
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Zum Glück kann man ja noch immer selbst entscheiden ob man dies mitmacht oder nicht. 😉
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Ach, für Touris und Kuchen-Lover ist das schon ein toller Laden mit Ambiente. Ob’s teuer ist, muss der eigene Geldbeutel und Wille entscheiden.
Viel ist da nicht los, man findet immer einen Platz, aber es gibt ja auch noch Wettbewerb im Umfeld, der aber nur den Standard bietet, den man selbst vor der Tür hat.
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So ist es!
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Billig ist es ganz sicher nicht, aber die Qualität stimmt.
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Gell?
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Durch die Preise sichert man sich natürlich auch ein exklusives Publikum und hält sich eine gewisse Gesellschaftsschichten vom Hals ..
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Auch wahr.
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Das find ich toll. So ein Zirkus! Ob aber über den Kaffeetrinkern Trapezkünstler umherturnen, einer mit gefüllten Cremeschnittchen jongliert, ein wohldressierter Elefant die Bestellung quer durch den Raum reich wurde nicht erwähnt. Das hätte mich schon auch noch interessiert.
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Authentic perspective
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Thank you!
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Da werden schon beim Betreten die Hirnsynapsen durchblutet und Dopamin ausgeschüttet und die Bestellung ist nur noch schmückendes Beiwerk – aber dann die „Geschmacksexplosion“. In dem Wort ist nicht umsonst „sex“ enthalten.
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Gut beobachtet!
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