Regelmäßiger Kaffee-Konsum senkt Demenz-Risiko

Jüngst machte eine Studie von sich reden, nach der bestimmte Berufsgruppen weniger anfällig sind für Demenzerkrankungen wie Alzheimer: wer beruflich mit Rettungswagen oder Taxi unterwegs ist, stirbt seltener an Demenz. Das legen Ergebnisse einer Studie nahe, die am 16. Dezember 2024 im Fachmagazin British Medical Journal (BMJ) erschienen ist.

In der Studie heißt es: „Dieser Trend war bei anderen Transportberufen, die weniger auf räumliche und navigatorische Verarbeitung in Echtzeit angewiesen sind, oder bei anderen Demenzarten nicht zu beobachten.“ Das heißt: Bei Piloten oder Busfahrerinnen, die vorgegebenen Routen folgen, zeigte sich beispielsweise der Effekt nicht. Das Forschungsteam vermutet einen Zusammenhang damit, dass gerade Fahrerinnen und Fahrer von Krankenwagen und Taxis auf ihren vielen täglichen Strecken räumliche Vorstellungen entwickeln müssen. Das erhält die Denkleistung offenbar besser als die Anstrengung in anderen Berufen.

Jetzt erschien eine weitere Studie, die einen Schutz vor Demenzerkrankungen durch moderaten Kaffeekonsum nahelegt. Frühere Studien haben gezeigt, dass Kaffee und Tee bei der Entwicklung von Schlaganfällen und Demenz eine Rolle spielen. Über den Zusammenhang zwischen der Kombination von Kaffee und Tee und dem Risiko von Schlaganfällen, Demenz und Demenz nach einem Schlaganfall ist jedoch wenig bekannt. Daher wollten wir die Zusammenhänge zwischen Kaffee und Tee einzeln und in Kombination mit dem Risiko für die Entwicklung von Schlaganfällen und Demenz untersuchen.

Das ist jedenfalls das Ergebnis einer Studie, die von einem Forscherteam um Yuan Zhang von der School of Public Health an der Tianjin Medical University in Tianjin, China, durchgeführt wurde, wie 24vita.de berichtet. Die Wissenschaftler untersuchten, wie viele Tassen Kaffee sich günstig auf die Gesundheit des Gehirns auswirken. „Wir fanden heraus, dass Kaffee- und Teekonsum einzeln oder in Kombination mit einem geringeren Schlaganfall- und Demenzrisiko verbunden sind“, so eine Erkenntnis der chinesisch-US-amerikanischen Forschergruppe. Für ihre Analyse hatten sie die Daten von knapp 370.000 Menschen zwischen 50 und 74 Jahren aus der UK Biobank ausgewertet. Dabei handelt es sich um eine groß angelegte, britische Langzeitstudie. Der Beobachtungszeitraum lag bei rund 14 Jahren.

Die überraschende Wirkung: Diejenigen, die zwei bis drei Tassen Kaffee oder drei bis zu fünf Tassen Tee oder die Kombination dieser beiden Getränke von 4 bis 6 Tassen pro Tag konsumierten, hatten das geringste Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden oder Demenz zu entwickeln. „Im Vergleich zu denjenigen, die weder Tee noch Kaffee tranken, war der Konsum von zwei bis drei Tassen Kaffee und zwei bis drei Tassen Tee pro Tag mit einem um 32 Prozent niedrigeren Schlaganfallrisiko und einem um 28 Prozent niedrigeren Demenzrisiko verbunden“, so die Forscher in ihrer Studie, die im Online-Fachjournal Plos Medicine veröffentlicht wurde.

Darüber hinaus legt eine weitere Studie nahe, dass auch die Entstehung von Parkinson durch Kaffee gehemmt werden könnte. Ein Team von Wissenschaftlern aus den Niederlanden wertete hierfür die Daten von rund 184.000 Studienteilnehmern aus. Dabei kamen die Forscher laut einem Artikel in der Fuldaer Zeitung zu dem Schluss, dass der Konsum von Kaffee das Risiko an Parkinson zu erkranken erheblich beeinflusst. Über einen Beobachtungszeitraum von rund 13 Jahren erkrankten Kaffeetrinker seltener an Parkinson.

Diese Erkenntnisse unterstreichen eine mögliche positive Beziehung zwischen Kaffee- und Teekonsum und dem Risiko für Schlaganfall, Demenz und Demenz nach einem Schlaganfall, obwohl kein kausaler Zusammenhang abgeleitet werden kann. Das könnten für Kliniker von Interesse sein, die sich mit der Prävention und Behandlung von Schlaganfällen, Demenz und Demenz nach einem Schlaganfall befassen. Es zeigt sich einmal mehr: wohldosiert eingesetzt ist Kaffee ein der Gesundheit förderliches Nahrungsmittel! Taxifahren und Kaffeekonsum scheint hierbei eine extrem günstige Kombination zur Prävention von Demenzerkrankungen zu sein.

Quellen: Bayerischer Rundfunk (BR), British Medical Journal (BMJ) , Fuldaer Zeitung, 24vita.de, Plos Medicine; Bildrechte: Titelbild von PublicDomainPictures auf Pixabay, Bild von Mohamed Hassan auf Pixabay, Bild von Michal Jarmoluk auf Pixabay, Bild von stokpic auf Pixabay.

5 Gedanken zu “Regelmäßiger Kaffee-Konsum senkt Demenz-Risiko

  1. Ja doch, da will ich gern dran glauben. Nachdem uns schon der Nutzen des maßvollen Alkoholkonsums ausgeredet wurde. – Oder sollte es doch so sein, dass anspruchsvolle, vielseitige und abwechslungsreiche Aufgaben das Gehirn trainieren und gesund halten?

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