Toms Breakfast Club: weihnachtliches Frühstück mit Panettone

Jeder kennt sie, jeder mag sie und spätestens der Kellner von unserem Stamm-Italiener drückt uns eine Schachtel davon in die Hand. Eine Schachtel in lila, rosa oder auch pink, manchmal auch in weiß oder in edlem schwarz, die ein bisschen an eine kleine Hutschachtel erinnert und oft einen Griff oder Henkel hat. Der Inhalt ist immer gleich, oder zumindest ähnlich. Die Rede ist vom Panettone, DEM Weihnachtskuchen der Italiener. Die Produktspezifikation und die Herstellung sind durch eine offizielle Beschreibung festgelegt, in der Disciplinare di produzione del „Panettone tipico della tradizione artigiana Milanese“.

Obgleich süßes Brot zu Weihnachten bereits seit Jahrhunderten gebacken wurde, so war es erst der Mailänder Bäcker Angelo Motta, der im Jahre 1919 auf die Idee kam, dem damals in seiner Heimatstadt weitverbreiteten, flachen und sehr kompakten Fladen namens Panettone – „großes Brot“ – mit Sauerteighefen zu mehr Volumen zu verhelfen und es mit kandierten Früchten anzureichern. Panettone wird traditionell aus Weizensauerteig mit langer Gärzeit hergestellt, wodurch er sein typisches Aroma erhält. Der Teig ist weich, aber noch knetbar, enthält kandierte Früchte und Rosinen, und wird traditionell in speziellen Papiermanschetten gebacken, wodurch der Kuchen eine Kuppelgestalt von etwa 20 Zentimeter Höhe bekommt. Die bekanntesten Hersteller von industriell gefertigtem Panettone sind Motta, Bauli, Paluani, Alemagna und Le Tre Marie. 

Für die Herstellung des traditionellen Panettones sind ausschließlich folgende Zutaten erlaubt: Wasser, Mehl, Zucker, Frischei, pasteurisierte Eiprodukte, Milch, Kondensmilch, Joghurt, Kakaobutter, Butter, Sultaninen, Orangeat und Zitronat, sowie Salz. Weitere mögliche Zutaten sind Honig, Malz und Malzextrakt, Vanille, natürliche Aromen oder naturidentische Aromen. Panettone wird in Sektoren serviert, dazu gibt es heiße, süße Getränke oder süßen Wein wie zum Beispiel Spumante oder Moscato. Ich genehmige mir für mein Weihnachtsfrühstück einen alkoholfreien Aperitif. Dazu gibt es einen Cappuccino und einen Panettone nach Art Stracciatella, also mit kleinen Schokostückchen. So lassen sich die Feiertage gut überstehen.

Quelle: Wikipedia.

8 Gedanken zu “Toms Breakfast Club: weihnachtliches Frühstück mit Panettone

  1. Die Variante mit Schokostücken ist mir inzwischen auch begegnet und auch weniger luftige Exemplare. Beides finde ich ganz schrecklich. Das Schönste am Panettone ist für mich, dass er so gänzlich anders ist als Christsrollen, leicht und kein bisschen klebrig. Möge er so bleiben!

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