Kretisches Kaffeetagebuch: Kloster Agios Georgios Selinari

Für das Mittagessen war eigentlich eine Taverne am Wegesrand eingeplant, die für ihre kretischen Nudeln bekannt ist, nur hatte sie geschlossen. Weshalb wir uns zu einem Programmpunkt machen, um dessen Aufnahme in die To-do-Liste sich Ratri und Martin verdient gemacht haben, deren Arbeitskollege Matthias ihnen von dieser Olivenölmühle erzählt hatte.

Kostas war schnell überzeugt und so hielten wir bei der Lyrakis Family S.A., der Ölmühle der Familie Lyrakis in der Nähe von Sisi. Hier wirkt eine deutschsprachige Mitarbeiterin, die uns den Herstellungsprozess des Olivenöls ausführlich erklärte. Die anschließende Verkostung von Ölen und Pasten mündeten in einem mittleren Kaufrausch. Wenigstens alles Waren von bester Qualität.

Von dort ging es zurück zur Nationalstraße. Damit wir das nächste Ziel erreichen, mussten wir ein kleines Stück Richtung Westen fahren und dann auf der Autobahn (!) gegen den Gegenverkehr abbiegen. Andere Länder, andere Sitten. Doch nur so kommen wir auf den Parkplatz des Moni Agios Georgios Selinari, einem Kloster, dass sich elegant in einer Kurve der Nationalstraße an die steil aufragenden Felsen den nahen Berge schmiegt, ein Ort mit einer interessanten Geschichte.

Das Kloster wurde erst vor kurzem, im 20. Jahrhundert, erneut aufgebaut und besteht aus zwei Bereichen. Die kleine alte Kirche des Heiligen Georgios am Eingang im Osten ist schon älteren Datums. Wie alt genau, dass ist unklar. Dafür stammt die Kapelle im Kloster bereits aus dem 16. Jahrhundert. Im Westen wurden die neueren Gebäude und zwei neu gebaute Kirchen, gewidmet den heiligen drei Königen und der Auferstehung des Herrn, errichtet.

Die Kirche des Heiligen Georgios ist bereits seit dem frühen 20. Jahrhundert eine der wichtigsten Wallfahrten der gesamten Region, besonders als Beschützer der Reisenden auf Ost-Kreta. Auf dem Gelände des 1961 wieder gegründeten Klosters befinden sich auch eine Klosterkirche sowie ein Glockenturm und eine Quelle.  Jedes Jahr wird am St.-Georgstag, also am 23. April, dem Namenstag des Schutzpatrons, ein öffentliches Fest im Kloster gefeiert. Obwohl wir jetzt als Ost-Kreta-Reisende unter dem Schutz des Heiligen stehen, sind wir froh, dass wir nicht noch einmal durch den Gegenverkehr kreuzen müssen. Jetzt geht es in einem Rutsch nach Agios Nikolaos…

Quelle: Wikipedia, agiosnikolaoscrete.com, google.de/travel. Bild eins: Lyrakis Family S.A.

6 Gedanken zu “Kretisches Kaffeetagebuch: Kloster Agios Georgios Selinari

Hinterlasse eine Antwort zu Eva Farniente Antwort abbrechen

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..