Ostern 2024: Osterspaziergang im Englischen Garten

Der Englische Garten gehört weltweit zu den größten innerstädtischen Parks und ist sogar größer als der Central Park in New York. Nicht nur deswegen ist er Besucher- und Touristenmagnet. Das erklärt auch die stolze Zahl von etwa fünf Millionen Besucher pro Jahr. Zwei davon waren wir an dieser geradezu sommerlichen Ostersonntag.

Spielen wir also einmal Tourist in der eigenen Stadt. Naja, zur Hälfte stimmt das ja zumindest aktuell. Und als Tourist macht man natürlich alles mit, was Touristen so machen: Surfer auf der Eisbachwelle zuschauen, die Aussicht vom Monopteros genießen, den zahlreichen Musikanten zuhören und schließlich und quasi als Belohnung ein Besuch im Biergarten am Chinesischen Turm. Und das bei Temperaturen wie im Sommer!

Der Münchner Englische Garten zählt zu den ersten großen kontinentaleuropäischen Parkanlagen, die von jedermann betreten werden durften. Als „Englischer Garten“ im engeren Sinne wird der Südteil des Parks bezeichnet. Das entspricht in etwa der 1789–92 angelegten Parkanlage. Hier sind auch die Highlights: Teehaus, Monopteros, Chinesischer Turm, Kleinhesseloher See und Seehaus. Der nördliche Teil des Englischen Gartens wird auch als Hirschau bezeichnet. Die Hirschau wurde von 1798 bis 1804 als nördliche Fortsetzung des Englischen Gartens bis zum Aumeister angelegt.

Am früheren Südeingang des Englischen Gartens wacht „Herr Harmlos“, eine Steinfigur geschaffen von Franz Jakob Schwanthaler. Der Name stammt von der Inschrift, die mit „Harmlos wandelt hier…“ beginnt. Im Winter wird die Skulptur natürlich „eingehaust“. Fällt allerdings schon vorher Schnee, dann ist es ein alter Studentenbrauch den Jüngling mit Schal und Mütze auszustatten.

Der 25 Meter hohe Chinesische Turm im Stil einer Pagode wurde 1789/90 nach einem Entwurf von Joseph Frey von Johann Baptist Lechner errichtet. Er brannte mehrfach ab, zuletzt im Juli 1944 nach Bombenangriffen. Er wurde aber stets originalgetreu wieder aufgebaut, zuletzt 1952. Am Chinesischen Turm befindet sich der mit 7.000 Sitzplätzen zweitgrößte Biergarten Münchens.


Nahe dem Chinesischen Turm steht seit 1913 ein beliebtes Kinderkarussell im Stil der Biedermeierzeit. Hier drehen sich auf einem Innen- und einem Außenkreis Kutschen, Wagen und Schlitten und 20 holzgeschnitzte Tiere unter der Musik einer Walzenorgel oder eines Polyphons; gemalt und ausgesägt finden sich unter anderem Kinderbuchfiguren, Berufe, Münchner Originale und bayerische Trachten.

Wir haben im Biergarten zugeschlagen: Spareribs, Obatzda, Brezn und natürlich Bier! Kein Kaffee, aber den hatten wir ja schon in der goldenen Bar. Nach dieser längeren Unterbrechung führte uns der Weg über den Kleinhesseloher See und schließlich über die Münchner Freiheit in die Leopoldstraße. Hier fand unser ausgedehnter Spaziergang sein vorläufiges Ende in der Gelateria Espresso, das letzte verbliebene Überbleibsel einer Zeit, als sich in der Leopoldstraße noch nicht Flagshipstore an Flagshipstore reihte. Und zwei Kugeln Eis waren ein perfekter Abschluss eines wunderschönen Ostersonntags.

Quelle: Wikipedia.

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