Kaffeereise: Nairobi

Es war schon immer mein Traum nach Afrika zu kommen. Zweimal wurde mir dieser Wunsch erfüllt. Mit den Eindrücken aus diesen beiden Reisen könnte ich einen eigenen Blog füllen. Doch nehme ich hier eine ganz besondere Kaffee-Erinnerung heraus. Heute geht unsere letzte Kaffeereise deshalb nach Nairobi in Kenia.

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Es gibt Orte, da wird Geschichte lebendig. In diesem Fall ein gutes Stück britische Kolonialgeschichte in Afrika. Denn das Stanley Hotel wurde bereits 1902 eröffnet und beherbergte unter anderem Persönlichkeiten wie König Edward VIII, Ernest Hemingway, Winston Churchill oder die Autorin des Bestsellers „Jenseits von Afrika“ Karen Blixen. Heute hat das Hotel 217 Zimmer und ist nicht nur eines der besten Häuser am Platz, es ist auch Nairobis ältestes Hotel. Das Fünf-Sterne-Hotel erinnert an den längst vergangenen Glanz der Kolonialzeit. Über deren Auswirkungen für die ursprüngliche Bevölkerung man durchaus geteilter Meinung sein darf.

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Das Thorn Tree Café ist benannt nach einem Akazienbaum, genauer gesagt einer Acacia Fabaceae Mimosieae, die in dessen Mitte wächst. Schon von Anfang an wurde dieser Baum als Poststelle benutzt. Reisende pinnten kurze Nachrichten an den Stamm, nachfolgende Reisende konnten sich so informieren. Dieses informelle Postamt nahm seinen Dienst auf, bevor es das erste offizielle Postamt in Nairobi gab. Noch heute wird diese Tradition fortgesetzt, allerdings werden Gäste gebeten statt des Baumes die bereitgestellte Pinnwand zu nutzen.

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Heute ist das Thorn Tree Café eine der ersten Adressen für ein gutes Frühstück, English oder Continental, für stilvollen Lunch, ein luxuriöses Dinner oder ein einfach eine Tasse Kaffee und ein Stück Kuchen. Und unsere letzte Tasse Kaffee während unserer kleinen Kaffeereise während der Osterferien mit Corona. Ein würdiger Ort, um unsere virtuelle Kaffeefahrt abzuschließen.

Das war meine „Urlaubsvertretung“ während meiner aktuellen Reise. Auch diesmal habe ich mir einen langgehegten Traum erfüllt, wenn auch keinen ganz so weit entfernten, wie Afrika oder Kuba. Wohin es ging? Das erzähle ich Euch in den nächsten Tagen. Erstmal muss ich noch die Geschichten meiner letzten Griechenland-Reise loswerden und dann fehlen noch einige 9-Euro-Ticket-Touren. Bis dahin gibt es dann ja auch das 49-Euro-Ticket. Für spannenden Nachschub ist also gesorgt!

Bildrechte: Coffeenestom, gemeinfrei, joepyrek from Richmond, Va, USA, Coffeenewstom (2x).

2 Gedanken zu “Kaffeereise: Nairobi

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