Sagen wir einmal so: Umständehalber hatte ich in der letzten Zeit einiges im Münchner Westen zu tun. Was dazu geführt hat, dass ich häufiger mal am Pasinger Bahnhof vorbeigekommen bin. Schließlich bin ich dann, statt einfach nur umzusteigen, im Alex eingekehrt. Zu irgend etwas muss Urlaub ja schließlich gut sein.

Alex ist eine gelungene Mischung aus Café, Kneipe, Bar, Bistro und Restaurant. Unter diesem Namen gibt es in derzeit 35 Städten 40 Gastro-Betriebe und drei Brasserien. Gegründet wurde die Alex Gaststätten Gesellschaft mbH & Co. KG mit Sitz in Wiesbaden bereits 1989. In allen Alex-Betrieben gibt es ganztägig Speisen und Getränke. Das Konzept für die Innenausstattung orientiert sich an den traditionellen Kaffeehäusern im französischen Stil und teilt sich in vier Bereiche auf: Kaminecke, Café-Lounge, Bar- und Bistrobereich.

In München gibt es zwei Filialen, eine am Rotkreuzplatz direkt am Taxistand und die zweite im alten Pasinger Bahnhof. Der Bahnhof gewann Anfang der 1840er Jahre an Bedeutung, als hier die Bahnstrecke München-Augsburg errichtet wurde. Was mit einem Haltepunkt und zwei Holzhäuschen begann, wurde bereits nach den Entwürfen von Friedrich Bürklein, der auch den Münchner Hauptbahnhof gestaltete, errichtet und gilt als Miniatur-Replik des Münchner Urhauptbahnhofs.

Dieser Alte Pasinger Bahnhof, ein zweigeschossiger Bau mit zwei Seitenflügeln und einer Wartehalle, ist der älteste noch erhaltene Bahnhof in Oberbayern und beherbergt heute das Alex. Im Rahmen der umfangreichen Umgestaltung des Bahnhofes, der auch der große Taxistand zum Opfer fiel, wurde nicht nur die Bahnhofshalle erneuert, es wurden auch Räume für Gastronomie und Freischankflächen geschaffen.

Schon vor Jahren habe ich das Alex am Rotkreuzplatz besucht. Damals störte mich, dass vormittags nur Frühstückbuffet angeboten wurde. Inzwischen gibt es zusätzlich dazu auch ein französisches Frühstück mit Croissants. Überhaupt ist die Karte sehr umfang- und abwechslungsreich. Von Snacks und Vorspeisen über Bowls, Salate und Flammkuchen, bis zu Wraps, Burgern und Steaks. In einer Sonderkarte werden Waffeln, Eis und Kuchen angeboten.

Ich habe mich für einen „Chai Presso“ entschieden, ein Chai Latte mit Espresso, dazu ein Stück Sachertorte. Das Tortenstück hat mich angenehm überrascht, gehört es doch zu den gelungeneren Variationen des Klassikers. Nur die zusätzliche Schokosauce hat mich verwundert. Zu viel des Guten! Zeit noch ein paar Worte über die Inneneinrichtung zu verlieren. Ich fand einen schönen Platz im „Wintergarten“. Mir gefielen vor allem die warmen Farben und die originalen Backsteinwände. Eine schöne Möglichkeit ein historisches Gebäude zu erhalten und gleichzeitig Platz für zeitgemäße Gastronomie zu schaffen. Das war bestimmt nicht mein letzter Besuch hier im Alex.
Alex München Pasing Arcaden, Pasinger Bahnhofsplatz 6, München-Pasing; Öffnungszeiten: täglich 08:00 – 22:00 Uhr*, Frühstückbuffet Montag – Freitag 08:00 – 12:00 Uhr, Samstag bis 13:00 Uhr, Sunday-Brunchbuffet Sonn- und Feiertags 09:00 – 14:30 Uhr.
Quellen: Unternehmensseiten, Wikipedia.
Ja Schokosauce auf Sachertorte ist merkwürdig, aber aussehen tut es gut. 😋
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Rein optisch top, geschmacklich etwas zu viel.
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Schicke Tasse. Wo tust du nur den ganzen Kuchen hin?
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Üblicher Weise esse ich ihn.
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Eine wirklich sehr gelungene Umnutzung des alten Bahnhofs!
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Finde ich auch.
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Das ist eine besonders hübsche Tasse mit dem Elefanten. So viele Kuchen in Deinen Berichten, isst Du die alle selbst? Einige Stücke würde ich auch gerne mit einer schönen Tasse Kaffee genießen
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Leider ja.
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Das kann ich gut verstehen. Ich würde sie auch selbst essen.
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Que charme ✨✨✨
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Também gosto muito do café. Grande atmosfera.
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🙂👏👏👏
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