Unglaublich, was Leute so alles loswerden wollen. Das ausgerechnet Kaffeetassen dazugehören, verwundert mich immer wieder. Diesmal wurden die Tassen aber nicht einfach ausgesetzt. Ihre früheren Besitzer wollten offenbar sicherstellen, dass sie jemand bei sich aufnimmt und ihnen ein neues Zuhause bietet, wie man früher Babys vor die Pforten von Kirchen und Klöstern gelegt hat.

Die weiße Tasse aus dem Hause Ritzenhoff stand auf dem untersten Fensterbrett im Treppenhaus. Schon seit einiger Zeit werden hier von Zeit zu Zeit Sachen abgelegt, die einen neuen Verwender finden sollen, darunter Bücher, Spielzeug, Geschirr. Diese Kaffeetasse der Serie Koi hat neu ungefähr 20 Euro gekostet. Jetzt gehört sie mir. Einem anonymen Nachbarn sei Dank!

Die beiden Tassen in Grün lagen in einer Pappschachtel auf meinem Heimweg. Ein Zettel mit der Aufschrift „zu verschenken“ erklärte den Zweck. Das meiste aus dieser Schachtel war wohl schon weg. Übrig waren zwei Gitterkörbe aus einem Geschirrspüler – und die beiden Ikea-Tassen. Klar, dass ich mich ihrer angenommen habe. Die Schar meiner Tassen hat sich also wieder vergrößert.

Die Tassen wären da.
Jetzt muss nur noch Kaffee rein. Wenn Du mir einen Kaffee ausgeben möchtest, dann freue ich mich über ein Trinkgeld!
2,90 €
Ich find‘s so genial, dass du den Findeltassen ein Zuhause gibst. Wirklich! 🤩🤩 Zumal sie dann wirklich gut behandelt werden, schließlich bist du Kaffeeexperte. Keine Muggefug Brühe mehr aus ihnen wie vllt beim Vorbesitzer, sondern echter Kaffee!
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Ja, ich bin sicher, sie fühlen sich hier wohl. Vor allem weil sie wissen, dass ich sie niemals aussetzen würde!
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Bei uns im Haus dient im Flur im Erdgeschoss das Bord über der Heizung als Ablageplatz, wenn jemand etwas verschenken möchte. 😉 Ich habe schon etliche Male davon Gebrauch gemacht – mitgenommen, wenn mir etwas gefallen hat, aber auch gerne abgelegt, was ich loswerden mochte. 😉
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Ja, so etwas gibt es bei uns im Haus auch…
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Wann steigt die nächste Findeltassenparty? Oder du machst irgendwann selbst ein Café auf. Hast du denn so viel Platz in den Schränken? Aber nette Idee ist es schon, statt der spießigen 6er- oder 12er-Sets jedem Gast eine individuelle Tasse zu gönnen. Zum Aussuchen. 👍😃
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Ich glaube dass nennt man heute „Patchwork“ oder in dem Fall „Patchbord“.
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Genau. Oder auch: Diversity im Küchenschrank. Der hat lauter verschiedene Tassen im Schrank. 😉
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Zumindest mehr wie andere…
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Das ist eine Superidee, solch eine Möglichkeit zu schaffen, um etwas hinzulegen, das man selbst nicht mehr braucht, das aber andere gerne haben möchten.
Die Findeltasse(n) hat es sicher bei Dir gut und ist da hervorragend aufgehoben.
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Der Meinung bin ich auch!
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Ich gebe Fundtassen auch ein zu Hause noch lieber Tellern.😂
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Gute Sache!
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