Zuhause im Café – Eine koffeinhaltige Reise durch München

Den zweiten Band – Zuhause im Café – koffeinhaltige Ausflüge rund um München – hatte ich mir schon vor anderthalb Jahren gegönnt. Schuld daran trug die Chefin des SchokoOh in Erding, deren Café im Turmladen natürlich auch darin Erwähnung findet. Das Buch selbst ist ein rechter Schinken mit tollen Beschreibungen, gelungenen Fotografien und verlockenden Rezepten. 35 Cafés aus dem Münchner Umland werden vorgestellt – ein Standartwerk der Café-Gastronomie rund um die bayerische Hauptstadt.

Warum hatte ich gleich nochmal die Münchner Ausgabe des Café-Führers nicht erworben? Ja richtig! In München kannte ich bereits zu viele Cafés, als dass sich der Kauf für mich noch gelohnt hätte. Was aber andererseits auch ein Beleg dafür ist, dass die Autorin der Bücher, die Münchner Schriftstellerin und Schreibtrainerin Diana Hillebrand, und ich den selben Geschmack haben, zumindest was Cafés betrifft. Und 29,90 Euro ist viel Geld für ein Buch, von dem man über die Hälfte schon kennt…

Warum ich mir das Buch jetzt doch gekauft habe? Durch Zufall erfuhr ich, dass es gebraucht für nunmehr zehn Euro zu bekommen war. Da musste ich praktisch zugreifen. Schon aus Sentimentalität, wissen wir doch nicht, wie viele der beschriebenen Cafés den Lockdown überleben. 35 Cafés in München werden beschrieben, darunter das Stereo Café, das Ladencafé Marais im Westend, das Café Schuntner, die Rösterei gangundgäbe, die Rösterei Fausto, das Café Blá in der Au und das Buchcafé Lentner. Das Café Kitchenette am Harras ist leider jetzt schon Geschichte.

Wenn der Lockdown vorbei ist kann ich einen guten Café-Führer für München brauchen. Und natürlich auch einen Café-Führer für das Münchner Umland, wenn Ausflüge wieder uneingeschränkt möglich sind. Im Übrigen ist das Buch eine Art Zeitdokument, wie Münchens Café-Szene einmal war vor Corona. Ich jedenfalls kann beide Bücher nur empfehlen, egal ob neu oder gebraucht…

 

Zuhause im Café von Diana Hillebrand ist erschienen im Volk Verlag München und kostet 29,90 Euro.

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13 Gedanken zu “Zuhause im Café – Eine koffeinhaltige Reise durch München

  1. Da schließe ich mich an, ich hoffe, deine Worte „Im Übrigen ist das Buch eine Art Zeitdokument, wie Münchens Café-Szene einmal war vor Corona.“ werden sich nicht in jedem Fall bewahrheiten! 🤞

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  2. Ich wünschte, es wäre vor 40-50 Jahren jemand auf die Idee gekommen, so ein Buch über die Cafés in Berlin zu schreiben. Es wäre eine schöne Erinnerung an das, was der allgemeinen Rastlosigkeit und Umtriebigkeit zum Opfer gefallen ist.

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      1. Dass es die „gute alte Zeit“, an die sich alle so gerne erinnern, nie gab, wissen wir ja. Immer, wenn eine Freundin davon anfängt, frage ich, ob sie heute noch Kohlen aus dem Keller schleppen, oder sich stundenlang an einem inzwischen kalten Tee oder einer inzwischen warmen Cola festhalten möchte, weil wir uns einen zweiten Tee oder eine zweite Cola nicht leisten konnten. *lacht* – Frohe Ostern wünsche ich Dir!

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        1. Es hat seinen Grund, dass ich die „gute alte Zeit“ in „“ gesetzt habe. Aber wir sind auch mit einem Getränk über die Runden gekommen. Diesmal befürchte ich, dass der zu erwartende Kahlschlag weit jenseits des üblichen Schwunds liegen wird…

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          1. Ich muss immer wieder an das Café am Frauentor in Weimar denken – eines meiner liebsten und ein unbedingtes Muss wenn ich in die Goethe-Stadt komme. Ich habe aber gerade vor zwei oder drei Tagen im Radio gehört, dass der Umsatz an Kaffee in Deutschland trotz geschlossener Etablissements gestiegen sei. Die vermuten, es habe mit der Pandemie zu tun. Ich dagegen habe DICH und Dein Blog schwer im Verdacht. 😀

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            1. Danke, vielleicht ein kleines Bisschen. Zwar haben viele Cafés geschlossen und auch der Büro-Kaffee fällt oft wegen Homeoffice flach, aber das Interesse an Kaffee daheim ist gestiegen. Das merkt man auch an gestiegenen Verkaufszahlen für Kaffeemaschinen für den Hausgebrauch. Unterm Strich steigt so der Bedarf an Kaffee…

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  3. Zum Thema Cafés, die überleben oder auch nicht: es gibt das Café „Blütezeit“ in Brechen. Aufmerksam geworden bin ich, da man davon sagte, sie würden fünfziger Jahre Kuchen anbieten. Ein Besuch unter der Woche auf meinen beruflichen Fahrten gestaltete sich schwierig, da das Café nur am Wochenende geöffnet hatte. Schade, denn jetzt weiß ich nicht, ob es die Pandemie überleben wird oder nicht… Die Landschaft der Cafés und Lokale wird sicher nach dem „Erwachen“ eine andere sein.

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