Ganze Bohnen und Kaffeekapseln gewinnen, Mahlkaffee und Pads geben ab

Einzelzubereitung liegt klar im Trend: das bedeutet Kaffee auf Knopfdruck und dabei möglichst individuell. Das zumindest verraten die neuesten Zahlen des Deutschen Kaffeeverbandes. Dabei zeichnet sich ab, dass die Nachfrage nach ganzen Bohnen und Kaffeekapseln steigt, während fertig gemahlener Kaffee und Kaffeepads weniger gekauft werden. „Im Bereich Röstkaffee wachsen ,Ganze Bohne‘ und Kaffeekapseln, weil mit Vollautomaten und Kapselmaschinen Kaffee unkompliziert und zugleich frisch zubereitet werden kann“, erklärt Holger Preibisch, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Kaffeeverbandes.

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Trotz der großen Popularität der frischen Einzelzubereitung bleibt der klassische, gemahlene Filterkaffee weiterhin die Nummer 1 in der Gunst der Deutschen. Auch wenn der Absatz um 4 Prozent zurückging, war Filterkaffee im Jahr 2018 dennoch mit Abstand das stärkste Segment im deutschen Röstkaffeemarkt, mit einem Marktanteil von 57 Prozent. Das Segment „Ganze Bohne“ hingegen konnte im vergangenen Jahr um 7,6 Prozent zulegen. Ganze Bohnen, deren Marktanteil 2018 auf 29 Prozent stieg, kommen vor allem in Vollautomaten und bei Siebträgern zum Einsatz.

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Kaffeekapseln waren im Jahr 2018 ebenfalls sehr beliebt und konnten ein Absatzplus von 3,8 Prozent verzeichnen. Damit lag ihr Marktanteil bei 6,0 Prozent. Leicht rückläufig war hingegen das Segment der Kaffeepads mit einem Marktanteil von 8 Prozent. Große Umsatzsteigerungen gab es auch bei löslichem Kaffee, wobei vor allem sogenannte „X in 1“ Produkte zulegen konnten. Darunter versteht man eine vorportionierte Menge löslichen Kaffees mit Milchpulver und/oder Zucker. Dabei liegt eine besonders einfache und portionierte Zubereitung im Trend. Denn währen „X in 1“ um 8,3 Prozent zulegte, gab der klassische Instantkaffee im stationärem Handel leicht nach.

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Wiederum positiv war der Gesamtkonsum von Kaffee im Außer-Haus-Markt. Das Wachstum lag in diesem Bereich im vergangenen Jahr bei 5 Prozent. „Der zunehmende Konsum von Kaffee außer Haus lässt sich vor allem darauf zurückführen, dass der Kaffeeausschank am Arbeitsplatz einen immer höheren Stellenwert einnimmt“, erklärt Holger Preibisch. „Angesichts der Vollbeschäftigung und des Wettbewerbs von Firmen um gute Mitarbeiter, investieren immer mehr Arbeitgeber in hochwertige Kaffeeangebote für ihre Mitarbeiter, um diese zu motivieren und an das Unternehmen zu binden.“

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Der jährliche Pro-Kopf-Konsum lag 2018 insgesamt bei 164 Litern Kaffee. Damit nehmen wir im internationalen Vergleich weiterhin den achten Platz hinter den skandinavischen Ländern, Holland, Österreich und Italien ein. Die Untersuchung des Deutschen Kaffeeverbandes berücksichtigt leider nicht, wie hoch der Anteil an fair gehandeltem Kaffee ist. Erfreulich allerdings ist, dass die Nachfrage nach Kaffee insgesamt ungebrochen ist.

 

Titelbild: Deutscher Kaffeeverband/Bente Stachowske, Bilder, Grafiken und Quelle: Presseaussendung des Deutschen Kaffeeverbandes.

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