Das Café der Zukunft – Tom auf der iba 2018

Ist Ihnen schon einmal aufgefallen, dass die meisten Cafés, die in den Städten neu eröffnen, alle gleich aussehen? Dafür gibt es eine einfache Erklärung auf der iba in München, der Fachmesse der Bäckerei-, Konditorei- und Snack-Branche, die gestern zu Ende ging. Mit 76.800 Fachbesuchern und Messeabschlüssen in Höhe von 2,1 Milliarden Euro behauptet die 24. iba ihren Platz als wichtigste Messe der Zunft. Besonders gefragt waren bei den Fachbesuchern der Test neuer Produkte und die Präsentation von Neuheiten in den Bereichen Produktionstechnik, Rohstoffe und Ladenbau.

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Auch, wenn mein Fokus natürlich auf Kaffee lag, war mein Besuch auf der Messe sehr lohnend. Sind doch das Bäcker- und Konditoren-Handwerk mit dem Kaffee-Verkauf eng verbunden. Schließlich wird in Deutschland jede vierte Tasse Kaffee außer Haus getrunken. Und davon werden wiederum 35% in Bäckereien konsumiert. Die Branche hat diesen Trend längst bemerkt und reagiert entsprechend. Schließlich will man ja nicht Starbucks und Co das Feld im Kampf um den Kaffee-Kunden überlassen.

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Hauptthemen der Messe waren die Herstellung und der Vertrieb von Backwaren. In den meisten Hallen werkelten deshalb fleißige Back-Roboter vor sich hin, backten Doughnuts, formten Brezeln, spritzten Kekse. Ganze Fabrikationsbänder ratterten, rüttelten und rollten vor sich hin. Aber Backwaren wollen konsumiert werden – und das am besten mit einer Tasse Kaffee. Unter den 1,373 Ausstellern fanden sich daher auch ein gutes Dutzend wichtiger Kaffee-Adressen, darunter Dinzler, Julius Meinl, J.J.Darboven und Schärf.

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Zurück zur Frage vom Anfang: warum sind sich so viele Backshops und Bäckerei-Cafés so ähnlich? Es mag daran liegen, dass sie nicht individuell eingerichtet werden, sondern dem Programm einer der Anbieter von Komplettlösungen entstammen. Dort ist alles durch-gestylt und nicht bleibt dem Zufall überlassen. Wer will, der bekommt eines schlüsselfertigen Backshop inklusive dem Lieferanten für Backwaren und Anschluss an eine Rösterei. Tassen, Zuckerpäckchen und Kaffeepackungen für den Verkauf lassen sich nach Kundenwünschen individuell gestalten, was den Eindruck einer eigenen Marke verstärken soll. Am Ende bleibt dieses Café der Zukunft ein Produkt aus der Retorte.

Mehr über Kaffee aus dem Hause Julius Meinl findet sich hier!

Mehr über den Kaffee-Produzenten J.J.Darboven steht hier!

Mehr über die Rösterei Dinzler erscheint voraussichtlich am 29.09.2018 in diesem Blog!

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