Nichts für Puristen: Aromatisierter Kaffee liegt voll im Trend. Doch wie muss aromatisierter Kaffee schmecken und welche Geschmacksrichtungen gibt es?
Aromatisierten Kaffee gibt es so lange wie es Kaffee gibt. Schon seit Jahrhunderten wird das schwarze Gebräu mit Gewürzen wie Kardamom, Zimt, Nelken, Piment, Vanille, Muskat oder sogar Pfeffer veredelt, vor allem in der arabischen Welt oder in Indien. Während dessen war es in Europa eher angesagt den Kaffee möglichst pur zu trinken. Allenfalls Milch und Zucker waren opportun. Heute hingegen feiert aromatisierter Kaffee auch bei uns eine Renaissance. Dazu haben vor allem die neuen Kaffeeketten beigetragen.

Es gibt zwei unterschiedliche Wege Kaffee zu aromatisieren. Die einfachste Möglichkeit Kaffee zu aromatisieren ist handelsüblicher Sirup aus der Flasche. Einfach Sirup nach Belieben in den Kaffee schütten und fertig. Es gibt mittlerweile unzählige Geschmacksrichtungen. Haselnuss, Vanille, Zimt und Schokolade sind gängige Aromasorten. Macadamia, Orange, Himbeere, Eierlikör oder Irish Coffee sind eher exotische Flavour-Sorten. Der Flaschensirup ist aromatisierter Zucker. Er gibt dem Kaffee den besonderen Kick. Ferner wird Kaffee mit Aromaölen oder Gewürzen beim Kaffeerösten aromatisiert.
Der zweite Weg ist bereits aromatisierten Kaffee zu kaufen. Den gibt es fertig gemahlen und als Bohne. Dafür werden die fertig gerösteten Kaffeebohnen mit feinen Aromen besprüht. Der Geschmack zieht dann in den Kaffee ein. Die Geschmackintensität des Flavour ist hier nicht unbedingt intensiv, dafür kann aber dabei unter Umständen auf künstliche Zusätzen verzichtet werden. Der Nachteil ist, dass man – hat man den Kaffee erst einmal gekauft – kaum Möglichkeiten hat den Geschmack und dessen Intensität noch zu beeinflussen.

Aromatisierter Kaffee soll ja nicht zu künstlich schmecken und das Kaffeearoma erhalten bleiben. Dennoch muss man sagen, dass es schwierig ist unterschiedliche Geschmacksnuancen einer bestimmten Kaffeesorte im Zusammenhang der Aromatisierung zu erhalten und nicht durch das Aroma zu eliminieren. Besonders wenn mit Gewürzen auf natürlicher Basis gearbeitet wird, ist eine gleichmäßige und konstante Dosierung schwer umzusetzen.
Auf der einen Seite darf das Aroma nicht zu dominant sein – auf der anderen Seite muss das Aroma noch zu schmecken sein. Das ist die Kunst des aromatisierten Kaffees. Nichtsdestotrotz ist auch alles in der Welt des Kaffees Geschmacksache. Ein Orange-Kaffee kann, wenn er technisch gut aromatisiert ist, auch einem Kaffeeliebhaber schmecken – aber wahrscheinlich nur zur Abwechslung und nicht als Ersatz für den guten alten Kaffee.
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Hallo, vielen Dank für den Artikel zum Thema Aromatisierter Kaffee. Ich erlaube mir jedoch zu bemerken, daß es noch eine dritte interessante Möglichkeit gibt, um Kaffee zu aromatisieren: Mit einer Caferia- Aromabohne kann man rund eine Tasse seines gewohnten Kaffees in Null Komma Nichts auf professionellem Niveau selber aromatisieren. Hierbei kann man insbesondere die Intensität selber gestalten und der Kaffee wird nicht automatisch gesüßt, so wie es bei Sirup der Fall wäre. Weitere Informationen finden sie auf dieser Seite: caferia.eu
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