Den Kaffeesträuchern geht die Anbaufläche aus. Es wird nämlich in vielen tropischen Gebieten der Erde zu heiß und zu trocken für das Gewächs, besonders betroffen ist der beliebte Arabica-Kaffee aus Mittel- und Südamerika. Gerade ärmere Länder, die stark von der Landwirtschaft abhängen, werden durch Dürren und Überschwemmungen vom Klimawandel am härtesten getroffen. Zerstörte Existenzen und Hungersnöte sind die Folge.
Je niedriger die Anbaufläche liegt, desto eher wird sie betroffen sein, glauben Forscher. Kaffee braucht viel Schatten, moderate Temperaturen und ausreichend Feuchtigkeit. Bis zum Jahr 2050 könnten 88 Prozent dieser Anbaufläche verloren gehen In Brasilien zum Beispiel gibt es bereits schwerwiegende Probleme durch ausbleibenden Regen.
Die Folgen: Kosten steigen und Anbaugebiete verlagern sich. Zerstörte Existenzen und Hungersnöte sind die Folge. Doch auch uns werden die Auswirkungen des Klimawandels treffen – zwar nicht annähernd so dramatisch. Reduziert sich das Angebot bei beliebten Genussmitteln wie Kaffee, Wein oder Kakao werden automatisch die Preise steigen.
„Was uns am tragischsten berühren wird, ist der Kaffee. Wir trinken alle viel Kaffee und der Kaffee wird am härtesten getroffen“, prognostiziert der Agrarwissenschaftler Wilfried Bommert in MDR Kultur. „In vielen Gegenden der Welt werden die Bauern nicht drauf vorbereitet. Die trifft der Klimawandel wie ein Gottesurteil.“

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