Deutschlandticket-Tour: Bodensee – Abschied vom Yormas am Gleis 26

Oh, wer hätte das gedacht: die große Yormas-Filiale am Münchner Hauptbahnhof at dicht gemacht. Nach 25 erfolgreichen Jahren, schließlich war sie die Umsatzstärkste Filiale des Unternehmens und die erste in München. Die Geschichte von Yormas beginnt mit der Übernahme einer Bahnhofsgaststätte in Plattling durch Yorma Eberl im Jahr 1985. In den folgenden Jahren entwickelte er gemeinsam mit seinem Geschäftspartner Karl Kraft das Konzept der Yormas-Kette, die sich auf Bahnhöfe und andere stark frequentierte Standorte konzentrierte. Heute gibt es bundesweit 59 Shops.

Im Jahr 2000 expandierte man an den Münchner Hauptbahnhof in den Shop am Gleis 26. Zur Eröffnung brachten uns Yormas-Mitarbeiter Kaffee und belegte Brötchen an den Taxistand. Auch später wurde übrig gebliebenes Backwerk am Taxistand verteilt. So wurde es schon fast zur Ehrensache, dass man als Taxifahrer seinen Bahnhofskaffee bei Yormas holte. Außerdem ging es immer sehr schnell und der Cappuccino kostete lange Zeit nur einen Euro.

Für mich war dieser Yormas Ausgangspunkt für viele Reisen. Was lag näher, als sich auf dem Weg zum Zug dort noch zu verproviantieren? Und wo sonst am Bahnhof gab es eine Flasche Wasser mit 1,5 Litern Inhalt für 2 €? Nicht zu vergessen die leckeren Butterbrezn mit Schnittlauch! Und es gab gratis Sirup zum Pimpen des Kaffees. Und jetzt soll Schluss sein? Leider wahr! Der Umbau des Münchner Hauptbahnhofes macht es nötig. Aber für Ersatz ist gesorgt: zum Beispiel im Container an Gleis 11–14, im Sperrengeschoss U1/U2, im Elisenhof oder am Holzkirchener Flügelbahnhof. So habe ich hier also meinen letzten Yormas-Kaffee am Gleis 26 besorgt. Schnell eine Träne verdrückt und schon geht es weiter Richtung Bodensee…

6 Gedanken zu “Deutschlandticket-Tour: Bodensee – Abschied vom Yormas am Gleis 26

  1. Muss grad an die Uniklinik Ffm. denken. Als ich mit dem Taxi das erste Mal vorfuhr, hatte ich noch ein kleines feines Karzinom, aber dreckig und als ich mit dem erhaltenen Schein für die Kostenübernahme der AOK wieder rausfuhr, war das Karzinom weg. Am Hinterausgang der Uni befindet sich ein Schlagbaum, weil nur Krankenwagen aufs Gelände fahren dürfen und vor dem Schlagbaum drängeln sich die Taxis, aber nicht in Reih und Glied, sondern in jede offene Ecke, jede Nische und jeder weiß doch, wer als nächstes drankommt. Da nimmt keiner dem anderen was weg. Bewundernswert.

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