Kaffeereise: im Markgräflerland

Unsere erste Reise führt uns ganz in den Südwesten Deutschlands, da, wo auf der Wetterkarte immer die hohen Temperaturen zu sehen sind, weshalb hier auch der Wein vortrefflich gedeiht. Die Rede ist vom Markgräflerland, eine Region an den südlichen Ausläufern des Hochschwarzwaldes gelegen und in unmittelbar Nähe zum Elsas und zur Schweiz.

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Und das bietet so einiges. Freiburg, die Stadt im Norden, Mülheim als Tor zur Rheinebene, Staufen mit seiner gleichnamigen Burg, die die ganze Gegend überragt und Badenweiler, Luftkurort seit der Römerzeit und im 19./20. Jahrhundert bei Gästen wie Anton Tschechow, Justinus Kerner und Karl Jaspers, Herrmann Hesse, Annette Kolb, René Schickele und Martin Walser.

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Überragt wird das Markgräfler Land vom Blauen, dem Hausberg von Badenweiler. Von hier hat man bei gutem Wetter einen Blick in den Hochschwarzwald und bis weit hinein in die Schweiz und nach Frankreich. Im Markgräflerland kein schönes Café mit eigener Konditorei zu finden, das wäre eine Kunst! Zu nennen sind hier in Badenweiler die Cafés Grether und Gerwig, in Müllheim das Mocca und die Bäckerei Kirschner, in Staufen das Konditorei-Café Decker und die Rösterei Coffee & more. Wenn wir großzügig sind schlagen wir Freiburg dem Markgräflerland noch dazu und erwähnen dort vor allem das Café Extrablatt in exklusiver Lage an der Dreisam und das Kaffeehaus „Alte Liebe„.

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Unsere originale Schwarzwälder Kirschtorte aber genießen wir im Dorfladen-Café von Britzingen. Britzingen ist ein kleines Dorf – heute ein Stadtteil von Müllheim – an der Grenze zwischen Schwarzwald und Rheinebene und mitten im Markgräfler Land. Hier gibt es Mais, Spargel, Erdbeeren und Wein, insbesondere Muskateller und Gewürztraminer. In Britzingen gibt es zwei Gasthäuser, eine Bank, ein Rathaus und eine Winzergenossenschaft. Und einen Dorfladen, in dem Backwaren der Bäckerei Kotz aus Müllheim, Fleisch- und Wurstwaren vom Münstertaler Metzger Volker Durst, Käse vom Glocknerhof ebenfalls aus dem Münstertal, Britzinger Weine, Obst und Gemüse von regionalen Anbietern, Honig vom örtlichem Imker und ein breites Angebot weiterer Lebensmittel sowie von Waren des täglichen Bedarfs verkauft werden.

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Das wäre nicht weiter erwähnenswert, wenn es nicht zu dem Dorfladen ein ganz besonderes Café gäbe. Ein Café, dass sich schon bei der Einrichtung bemüht dem ursprünglichen Charakter des denkmalgeschützten Anwesens im Herzen des Dorfes Rechnung zu tragen. Und dessen Kuchen- und Tortenbäckerin mit ihren Erzeugnissen bereits Preise gewonnen hat. Zu Recht! Wer hier ein Stück Schwarzwälder Kirschtorte gegessen hat, der wird zukünftig gleichnamige Produkte aus der Retorte zurückweisen! Typischer und originaler geht es halt nicht…

Flanieren über 2.000 Jahre alte Straßen zwischen Tempeln und Säulen. Morgen geht es nach Griechenland!

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