9-Euro-Ticket-Tours: Füssener Schneeballträume

Fast hätte ich sie übersehen, die Füssener Schneeballen. Zuerst hielt ich das für einen Marketing-Gag, wie Mozartkugeln, Mozartecken, Mozarttorten allerorten. Mitnichten! Bei den Schneeballen handelt es sich um ein echtes Traditionsgebäck. Seit über 400 Jahren gibt es diese Dauerbackware bereits. So alt ist auch das Rezept, das Mehl, Eier, etwas Zucker und weitere Bestandteile aufzählt. Traditionell wurden die Ballen nur mit Puderzucker bestäubt. Modernere Varianten lassen auch Marzipan, Kokos, Nougat oder Schokoladenglasur als Ergänzung zu.

Mit ihrem schmackhaften mürbe-keksartigen Eierteig haben sich die Ballen über die Jahre zu einem ganz besonderen Mitbringsel etabliert. Die Familie Diller stellt diese lokale Spezialität, die im Österreichischen, Hohenlohischen und Fränkischen beheimatet ist, seit über 30 Jahren her. Konditormeister Peter Diller hat seinerzeit sein Rezept aus Rothenburg ob der Tauber mitgebracht. Seit 1997 gibt es das Traditionsgebäck auch wieder in Füssen. Allen Schneeballen gleich ist ihre lange Haltbarkeit: auch ohne Kühlung sind die Kugeln sechs bis acht Wochen haltbar.

Klar, dass ich da nicht widerstehen konnte. Leider habe ich „Stefanie Diller Schneeballentraume“ in der Hutergasse Ecke Ritterstraße erst auf dem Weg zum Bahnhof entdeckt. Genau wie die Füssener Kaffeerösterei gegenüber. Zwei Gründe, um Füssen bald noch einmal zu besuchen. Ich jedenfalls widerstehe auf der Heimfahrt nur mit Mühe der Versuchung den Schneeballen gleich zu verputzen. Ob mir das gelungen ist erfahrt Ihr gleich…

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