Der Sommer 2020 wird als Corona-Sommer in die Geschichtsbücher eingehen – hoffentlich als einziger! Für viele bedeutet das Urlaub in Deutschland statt Fernreise. Dabei stehen Camping und Vanlife auf einmal ganz oben auf der Wunschliste: Freiheit, Entschleunigung, Nachhaltigkeit und Selbstbestimmung. Einfach drauflosfahren, in den Tag hineinleben, spontan stehen bleiben, wo es schön ist, der Natur ganz nahe sein und erst dann weiterziehen, wenn einen die Wanderlust packt – und sich dabei von allen Corona-Hotspots fernhalten! In der ersten Jahreshälfte 2020 wurden in Deutschland fast 40.000 Reisemobile neu zugelassen. Das ist mit 12 Prozent mehr als im Vorjahr ein neues Allzeithoch.
Worin liegt die Faszination des Campings? Auf was müssen Anfänger achten, bevor sie losziehen? Was sind die besten Camping-Spots in Europa? Camping-Profi Sebastian Schieren erklärt worauf es bei ersten Campingurlaub ankommt. Dazu gehört, dass man sich vorab Gedanken macht, welche Art des Urlaubs überhaupt zu einem passt. Camper, Van, Wohnwagen oder Zelt auf dem Dach? Leihen oder Kaufen?

Für alle, die länger an einem zentralen Ort bleiben und von dort aus die Umgebung erkunden möchten, eignet sich ein Wohnwagen. Der kann abgestellt werden, das Auto steht für Tagestouren zur Verfügung. Ist der Plan ein Roadtrip mit ständig wechselnden Stellplätzen, beispielsweise entlang der Küste, dann ist ein Camper, bei dem Fahrerkabine und Wohnraum zusammenhängen, die bequemste Wahl. Besonders beliebt sind hier nach wie vor VW-Busse. Mit den wendigen Vans ist man auch in engen Gassen und kurvigen Straßen flexibel unterwegs. Eine weitere Möglichkeit ist ein Dachzelt. Dieses lässt sich auf das eigene Autodach montieren.
Hat man sich einmal für eine Art des Vanlifes entschieden und man steht bereits in den Startlöchern, dann ist überlegtes Packen angesagt! Im Van ist weniger Platz und dadurch kommt nur das mit, was man auch wirklich braucht. Das kann unglaublich befreiend wirken. „Das ist das gute am Vanlife: Man braucht wirklich nicht viel!“, erklärt Sebastian Schieren. „Wir kaufen alle paar Tage im Supermarkt ein und sind ansonsten komplett autark. Ich mag es einfach alles dabei zu haben was ich brauche. Dann kann ich jeden Morgen einen Kaffee trinken und entscheiden, wo es als nächstes hingeht.“ Nur was sind die wichtigsten Must-Haves für den ersten Camping Urlaub?

Als euphorischer Campinganfänger ist die Lust groß, viel für den Camper einzukaufen. Es besteht die Gefahr, dabei über das Ziel hinaus zu schießen. Denn gerade am Anfang muss die Ausstattung nicht perfekt sein, oftmals zeigt sich erst auf Tour, was wirklich benötigt wird. Konkrete Packlisten für den ersten Campingurlaub gibt es zu genüge im Internet, hier lohnt es sich die Liste laufend zu ergänzen und somit von Trip zu Trip die perfekte Packstrategie zu entwickeln. Tipp von Sebastian Schieren: „Auf Reisen immer eine gebündelte Liste führen, auf der alle Dinge gesammelt werden, die in der Campingausstattung noch fehlen und bei Gelegenheit angeschafft werden sollten.“
Eine Möglichkeit Kaffee zu kochen sollte dabei nicht fehlen. Viele Campingfreunde schwören dabei auf eine Mokka-Herdkanne, zum Beispiel eine Bialetti. Die ist robust, einfach zu bedienen und macht guten und starken Kaffee! Generell lohnt es sich auch, eine “Grundausstattung” an Koch- und Schlafutensilien und haltbaren Lebensmitteln parat zu haben. So ist der Camper jederzeit startklar für einen spontanen Trip. Frische Lebensmittel und Getränke können dann unterwegs nach Bedarf eingekauft werden. Tipp: regionale Märkte besuchen und so auf Reisen die Spezialitäten des jeweiligen Landes entdecken. Es gibt übrigens im In- und Ausland viele Röstereien, die guten Kaffee herstellen und lokal verkaufen! So wird der Urlaub zur Kaffee-Entdeckungsreise!

Jetzt fehlt nur noch das Reiseziel. Da ist alles möglich, was mit dem Auto erreichbar ist. Mittelmeer, Ostsee oder Bodensee? Küste, Berge oder das flache Land? Deutschland, Skandinavien oder der sonnige Süden? Neben den Reisewarnungen wegen Corona wäre für mich eines wichtig: Es sollte der Ort sein, an dem ich morgens gerne meinen ersten Kaffee trinken möchte und abends bei Sonnenuntergang den letzten des Tages. Und noch ein Tipp: Wer einfach mal ausprobieren möchte, ob Camping oder Vanlife für ihn das Richtige ist, der kann das ganze für relativ kleines Geld bei Erlebnisanbieter Jochen Schweizer ausprobieren. Da ist für alles gesorgt, nur um den Kaffee muss man sich selber kümmern!
Wie man sich einen leckeren Kaffee mit der Bialetti-Herdkanne zubereitet steht hier!
Bildrechte und Quelle: Jochen Schweizer.