Wenn man an der Sternschanze von der U-Bahn Richtung Fleischmarkt, kommt man in ein kleines Industriegebiet mit dem Charme der Industriellen Revolution. Fabriken aus Klinker und Backsteinen, wie man sie aus Berlin und eben Hamburg kennt. Industriedenkmäler und inzwischen entweder längst abgerissen, oder – wie im Fall der Lagerstraße – renoviert und umgewidmet zu Kleingewerbe, Gastronomie, Ateliers oder ähnlichem.

Hier hat die Rösterei Elbgold ihre Heimat, auch wenn es schon längst Filialen in der Stadt gibt. Doch hier am Nukleus des Unternehmens gibt es das braune Gold aus meterhohen Silos frisch abgefüllt und aromasicher verschweißt und versiegelt. Einer meiner Versuche endlich Nitro-Kaffee zu probieren scheiterte – die Maschine war kaputt. Meine zweite Wahl, der Cold brew hingegen entpuppte sich als gute Entscheidung. Angenehm im Aroma, würzig, doch mild und ohne Säuren. Also genau so, wie er sein sollte.

Das Innere der Café-Rösterei ist schon sehr industriell, draußen kann man aber ebenfalls sehr schön sitzen – wenn der Hamburger Sommer mit regem Wechsel zwischen Sonne und Regen zulässt. So gestärkt können wir von der nächsten Ecke schon einmal einen Blich ins Schanzenviertel werfen, also dahin, wo Kravalle ausbrechen und wo man bis in die 1870er Jahre noch Dänisch sprach… Doch davon morgen mehr!

Sieben Mythen über Cold brew werden hier aufgeklärt! Das Mischgold von Elbgold teste ich hier!
Morgen probieren wir Deathpresso.
Ebgold Schanze, Lagerstraße 34C, Hamburg Sternschanze, Öffnungszeiten: Montag-Freitag 08:00-19:00 Uhr, Samstag und Sonntag 09:00 -19:00 Uhr.