Wenn man sich einmal entschieden hat vegetarisch zu leben, dann wird erstmal alles schwieriger. Mag man sich seinen Haushalt relativ nach seinen Bedürfnissen umrüsten können, sobald man außer Haus ist geht das kaum. Dabei muss man kein radikaler Veganer sein, es genügt schon wenn man den Genuss tierischer Produkte einschränken möchte um auf Schwierigkeiten zu stoßen.
Die Organisation Proveg – bis vor Kurzem noch unter dem Namen VEBU – Vegetarierbund Deutschland bekannt – hat das vegan-vegetarische Angebot der größten Coffeeshop-Ketten Deutschlands unter die Lupe genommen. Das Ergebnis: Aufgrund der großen Angebotsvielfalt und der klaren Produktkennzeichnung führt das Franchise-System Coffee Fellows das Ranking an, gefolgt von Caffè Dallucci und Starbucks. Unter allen weiteren Ketten – darunter McCafé, Burger King Café und Tchibo – schnitt kein Unternehmen besser als mittelmäßig ab. Schlusslicht wurde Dunkin Donuts.
“Das Ranking ist eine Orientierungshilfe für Verbraucher und gibt ihnen Hinweise darauf, welche Cafés ein vegan-vegetarisches Angebot bieten. Immer mehr Menschen in Deutschland entscheiden sich für eine pflanzliche Lebensweise und bereits 22 Prozent der Verbraucher integrieren ganz bewusst vegane Produkte in ihren Alltag, auch wenn sie noch nicht komplett vegan leben. Den Unternehmen zeigen die Ergebnisse Potenziale auf, wie sie auf die Wünsche dieser wachsenden Zielgruppe noch besser eingehen und ihr Angebot veggie-freundlicher gestalten”, sagt Proveg-Geschäftsführer Sebastian Joy.
Wer sich jetzt fragt, was Kaffee mit veganer Ernährung zu tun hat: die Milch machts! Und auch Muffins, Kuchen und andere Beigaben lassen sich konventionell und eben vegan – also ohne den Zusatz tierischer Produkte – herstellen. Ob einer lieber Kuhmilch oder Sojamilch in seinen Kaffee tun möchte, das bleibt jedem selbst überlassen. Hauptsache es schmeckt ihm.

Abbildung: Proveg-Geschäftsführer Sebastian Joy, Bildrechte: VEBU/Bjørn Fehl, Bildrechte Titelbild: Prostock-studio/Fotolia.com.